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Mönche verlassen nach 300 Jahren Kloster Reisach | BR24

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Nach 300 Jahren Klosterleben packen die letzten Mönche im Oberaudorfer Kloster Reisach ihre Koffer. Der Orden hat sein Nutzungsrecht an den Besitzer des Klosters, den Freistaat Bayern zurückgegeben. Das Erzbistum München will nicht einspringen.

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Mönche verlassen nach 300 Jahren Kloster Reisach

Nach 300 Jahren Klosterleben packen die letzten Mönche im Oberaudorfer Kloster Reisach ihre Koffer. Der Orden hat sein Nutzungsrecht an den Besitzer des Klosters, den Freistaat Bayern, zurückgegeben. Das Erzbistum München will nicht einspringen.

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Die Ordensbrüder aus Polen ziehen sich aus dem Kloster Reisach in Oberaudorf zurück. Wie in so vielen Klöstern fehlt auch bei den Karmeliten der Nachwuchs, und der Erhalt des sanierungsbedürftigen Klosters wird zu teuer.

Erzbistum Salzburg zieht sich als Partner zurück

Schon seit 2014 hat der Orden mit dem Erzbistum München und Freising über mögliche Nutzungsalternativen gesprochen - als spirituelles Hotel, Seelsorgezentrum für ausgebrannte Priester oder als Hospiz, doch keine ließ sich realisieren. Das Erzbistum Salzburg war als Kooperationspartner im Gespräch, zog sich aber wieder zurück. Unter diesen Vorzeichen sei die finanzielle Gesamtbelastung auch für das Erzbistum München und Freising einfach zu hoch, sagt Ordinariatsdirektorin Gabriele Rüttiger.

"Wir können uns ein Objekt, das nicht in unserem Besitz ist, nicht zusätzlich noch aufladen, wo wir wissen, das kostet jetzt erst viele Millionen zum Sanieren, es kostet Unterhaltskosten und in 20, 30 Jahren reden wir wieder von Sanierungsbedarf." Gabriele Rüttiger

Freistaat ist nun als Besitzer für Kloster zuständig

Der deutsche Provinzial der Karmeliten, Ulrich Dobhan war nicht zu einem Statement bereit. Zur Zukunft des Klosters sei bereits alles gesagt. Nun ist der Freistaat, als Besitzer des Klosters zuständig. Dieser will jetzt erst einmal prüfen, wie eine weitere Nutzung des Gebäudes aussehen kann.