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Oktoberfest

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    Mögliche Verlegung: Wiesn-Chef will kein Hochsommer-Oktoberfest

    Ein wegen Corona vorgezogenes Oktoberfest im Hochsommer ist laut Festleiter Clemens Baumgärtner (CSU) keine Option. "Im Juli wird es kein Oktoberfest geben. Das kann ich sicher sagen", sagte Baumgärtner in einem Interview.

    Von
    Moritz M. SteinbacherMoritz M. SteinbacherBR24  RedaktionBR24 Redaktion
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    Nach zwei wegen Corona abgesagten Oktoberfesten arbeitet der Münchner Wirtschaftsreferent Clemens Baumgärtner (CSU) mit Hochdruck auf eine Wiesn hin. Es werde eine Wiesn 2022 stattfinden, sagte er der Bild-Zeitung. "Ich rechne fest damit. Wir werden mit Covid immer besser leben lernen." Dabei denkt er an ein Volksfest für Geimpfte und Genesene: "2G würde funktionieren. 2G plus ist nicht machbar. Wir müssen mehr Kontrollstellen haben und schnell sein. Das bedeutet Kontrolle von Bändern oder QR-Codes. Aber nicht nur am Eingang, wir müssen die Kontrollen auch vorverlegen. Das ist ja digital auch alles möglich. Da müssen wir Angebote schaffen."

    Aiwanger für Vorverlegung der Wiesn

    Die Debatte über eine Vorverlegung der Wiesn läuft seit einiger Zeit. Auch Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) sagte Anfang Januar, im Sommer sei die Corona-Lage deutlich entspannter. "Es ist deshalb ernsthaft zu überlegen, Feste mit größeren Menschenansammlungen mehr in den Sommer zu verlegen", sagte er kürzlich der "Bild"-Zeitung.

    Auch Grüne wollen keine Wiesn im August

    Auch für die Grünen im Münchner Rathaus ist eine in in den August vorverlegte Wiesn keine realistische Option. Dies würde eine neue Ausschreibung notwendig machen und das sei so schnell nicht machbar, hatte Wiesn-Stadträtin Anja Berger (Grüne -Rosa Liste) schon gestern deutlich gemacht. So seien im Sommer schon andere Großveranstaltungen, wie die European Championships oder Konzerte geplant. Zum anderen seien Schausteller und Standlbetreiber, sogenannte Beschicker, durch andere Events schon lange im Voraus verplant, heißt es in der Mitteilung.

    Deutsche Polizeigewerkschaft kritisiert mögliche Vorverlegung

    Neben den Grünen kritisierte vergangene Woche auch die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) eine mögliche Vorverlegung des Oktoberfests. Der August sei der einzige Monat, in dem tausende Polizisten Urlaub nehmen könnten, so ein Vertreter der DPolG vergangene Woche. Auch der für die Wiesn zuständige Wirtschaftsreferent Clemens Baumgärnter konnte dem Vorschlag wenig Positives abgewinnen. Trotzdem will die Stadt die Idee einer Vorverlegung prüfen.

    OB Reiter: Wiesn soll 2022 nicht ausfallen

    Der bisher festgelegte Termin für das Volksfest ist vom 17. September bis 3. Oktober. 2020 und 2021 war die Wiesn wegen der Corona-Pandemie ausgefallen. Längere Pausen gab es in der über 200-jährigen Geschichte des Volksfestes nur in Kriegszeiten. Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) hatte im Juni vergangenen Jahres gesagt, zwei Jahre ohne Oktoberfest seien genug. Er wolle eine Wiesn 2022. Sechs Millionen Besucher und Besucherinnen aus aller Welt lockte das größte Volksfest der Welt vor der Pandemie an.

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