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Mödlareuth: 30 Jahre nach Grenzöffnung steht wieder eine Mauer | BR24

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Durch das ehemals geteilte Dorf Mödlareuth verläuft pünktlich zum Jubiläum 30 Jahre Mauerfall wieder eine symbolische Grenze.

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Mödlareuth: 30 Jahre nach Grenzöffnung steht wieder eine Mauer

In dem ehemals geteilten Dorf Mödlareuth steht wieder eine Mauer. Sie soll einen Eindruck davon vermitteln, wie es noch vor 30 Jahren an der oberfränkisch-thüringischen Grenze ausgesehen hat.

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In dem ehemals geteilten Grenz-Dorf Mödlareuth bei Hof ist am Montagabend (4.11.19) wieder eine Mauer aufgebaut worden. Zehn große weiße Holz-Module und 66 rote Lichter-Stelen zeichnen symbolisch den früheren Verlauf der innerdeutschen Grenze durch das 50-Einwohner-Dorf nach.

Mödlareuth: Wo eine Mauer Familien und Freunde trennte

Die Aktion ist Teil der Gedenk-Feierlichkeiten des bundesweit einzigartigen Deutsch-Deutschen Museums in Mödlareuth und weckt bei den Einwohnern zum Teil schmerzhafte Erinnerungen an die Zeit bis 1989, als tatsächlich die unüberwindbare Grenzmauer Familien und Freunde in dem Ort trennte.

Mauerreste locken jährlich 80.000 Besucher

Teile der Original-Mauer stehen immer noch in Mödlareuth und ziehen jährlich rund 80.000 Besucher aus der ganzen Welt an. Bei der Eröffnung der Licht-Installation dankte Hofs Landrat Oliver Bär (CSU) den Mödlareuthern für ihr historisches Bewusstsein.

"Dieser Ort ist ein Ort, der Geschichte weiterhin lebt." Hofs Landrat Oliver Bär (CSU)
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Fünf Tage vor dem Jahrestag des Mauerfalls zeigt das Deutsch-Deutsche Museum in Mödlareuth eine spektakuläre Lichtinstallation, die den Verlauf der Mauer nachzeichnet. Reporter Markus Feulner berichtet live vor Ort.

© BR/Annerose Zuber

So reagieren die Menschen in Mödlareuth darauf, dass - zumindest kurzfristig - wieder eine Mauer durch ihren Ort verläuft.