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Möbel-Mekka Oberfranken: Von der Lederhaut zum Sofa | BR24

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Thomas Machalke steht in der Näherei seiner Möbel-Firma.

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Möbel-Mekka Oberfranken: Von der Lederhaut zum Sofa

Mit etwa 60 Betrieben ist die Möbelindustrie eine der umsatzstärksten Branchen in Oberfranken. Auch das Unternehmen von Thomas Machalke produziert Sofas und Sessel. Ein Portrait.

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Hunderte von Lederhäuten in vielen unterschiedlichen Farben, gestapelt auf Regalen: Eine ganze Halle ist voll damit. Thomas Machalke fertigt in seinem Unternehmen Möbelstücke aus Rinderlederhäuten. Der Möbelhersteller aus Lichtenfels stellt auf 4.000 Quadratmetern Sofas, Sessel und andere Sitzmöbel her.

Möbelhersteller aus Lichtenfels: Wie der Vater, so der Sohn

Schon Machalkes Vater war Möbelhersteller und hatte als Raumausstatter eine eigene Firma in der Region. Vor 17 Jahren hat Machalke seine eigene Möbelfirma gegründet. Kunden von ihm sind inzwischen Möbelhäuser auf der ganzen Welt. Aber auch Firmenkunden, wie zum Beispiel Gastronomen oder Arztpraxen.

Oberfrankens Möbelhersteller machen 1,4 Milliarden Euro Umsatz

Rund ein Drittel der bayerischen Möbelhersteller sitzen in Oberfranken, weiß Melinda Hannemann vom Verband der Holzwirtschaft und Kunststoffverarbeitung Bayern. Rund 1,4 Milliarden Euro Umsatz machen die oberfränkischen Möbelhersteller. Auch wenn in den vergangenen Jahren einige Betriebe die Produktion ins Ausland verlagert haben. Thomas Machalke hält mit seinen hochwertigen Möbeln am Standort fest.

Fabrikant verwendet 250 Leder-Sorten

45 Mitarbeiter stellen in der Möbelfirma von Machalke rund 180 verschiedene Modelle her. 250 verschiedene Leder-Sorten werden dabei verwendet. In der Möbelfabrik hängen hunderte von unterschiedlichen Skizzen, auf denen handschriftlich die Maße und Größen für die Sofas festgehalten sind.

Großteil der Möbel wird ins Ausland verkauft

Einen Online-Shop hat der Möbelhersteller nicht. Denn Machalke findet es wichtig, dass die Kunden die Stücke in den Möbelhäusern ansehen und das Leder spüren können. Ein Drei-Sitzer aus Leder kostet zwischen 3.000 und 6.000 Euro. Verkauft werden die Möbelstücke zu 70 Prozent ins Ausland. Vor allem nach Island und Russland hat Thomas Machalke einige Sitzmöbel exportiert.

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