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Modschiedel: Telekom bleibt bei geplantem Standort für Funkmast | BR24

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Im Weismainer Ortsteil Modschiedel gibt es wohl keine Alternativen zum geplanten Standort eines umstrittenen Mobilfunkmasten. Das ist in der Stadtratssitzung deutlich geworden.

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Modschiedel: Telekom bleibt bei geplantem Standort für Funkmast

Im Weismainer Ortsteil Modschiedel gibt es wohl keine Alternativen zum geplanten Standort eines umstrittenen Mobilfunkmasten. Das ist in der Stadtratssitzung deutlich geworden. Die Telekom-Beauftragte erläuterte die Position ihres Unternehmens. 

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Er soll mit 36 Metern Höhe den Kirchturm um zehn Meter überragen. Außerdem werde er viel zu nahe am Dorf und damit am Kindergarten errichtet, befürchten besorgte Bürger. Doch für den geplanten Mobilfunkmast gebe es keinen alternativen Standort, betonte Jennifer Pohl, die Kommunalbeauftrage der Telekom für den Mobilfunk in Bayern, auf der Stadtratsitzung am Dienstagabend.

Bürgerprotest gegen geplanten Funkmast in Modschiedel

Der Stadtrat von Weismain war zu einer Sitzung nach Modschiedel gekommen, um das Vorgehen der Telekom seit vergangenem Jahr aus erster Hand erklärt zu bekommen. Bürgerinnen und Bürger des 170 Einwohner-Dorfs Modschiedel protestierten mit Transparenten und Schildern gegen den Mobilfunkmast. "Kein Mast am Kindergarten" war auf einem der Transparente zu lesen.

Telekom hat mit Verpächter bereits Vertrag geschlossen

Man sei auf die Stadt Weismain und den damaligen Ersten Bürgermeister Udo Dauer (CSU) zugegangen und habe auf dem Gelände des Gastronomen und Stadtrats Alfons Deuber (CSU) einen geeigneten Standort gefunden. Mit ihm habe man dann einen Pachtvertrag für das Grundstück abgeschlossen. Inzwischen liege der Stadt Weismain ein entsprechender Bauantrag für den Funkmast vor.

Verpächter für besseren Mobilfunkempfang in Modschiedel

Einige Stadträtinnen und Stadträte äußerten gestern Verwunderung über das Vorgehen der ehemaligen Stadtspitze. Alfons Deuber sagte dem Bayerischen Rundfunk, er habe mit der Entscheidung für einen Mast auf seinem Gelände etwas Gutes für die Mobilfunkabdeckung tun wollen. Der finanzielle Vorteil habe dabei nicht im Vordergrund gestanden.

Bürgermeister: Alternativen Standort auf Dächern prüfen

Weismains neuer Erster Bürgermeister Michael Zapf (Gemeinschaft Unabhängiger Bürger) bat Jennifer Pohl als Vertreterin der Telekom darum, mögliche Dachstandorte in Modschiedel als Alternative zum geplanten Funkmast zu prüfen. Dies sicherte Pohl zu. Sollte sich allerdings kein geeigneter Dachstandort finden lasse, bleibe man beim Funkmast. Alternative Standorte außerhalb der Ortschaft lehnte sie ab, man wolle sich aus Sicht der Telekom nicht verschlechtern. Der Erste Bürgermeister Michael Zapf sagte, man wolle so bald wie möglich den Dialog mit den Menschen in Modschiedel suchen und mögliche Dachstandorte ausfindig machen.

Bürger fordern alternativen Standort für Funkmast

In Modschiedel hatte sich in der vergangenen Woche eine Bürgerinitiative gegen den geplanten Mast gegründet. Nicole Schmitt, eine der Initiatorinnen, wiederholte die Forderung, einen alternativen Standort für den Mobilfunkmast zu suchen.

Initiative: Funkmast in Modschiedel zu nahe am Kindergarten

Die Initiative sei nicht generell gegen den Ausbau, allerdings sei der Mast zu nah am Ort und an einem Kindergarten. Dieser liegt etwa 250 Meter vom geplanten Masten entfernt. Auch ist den Gegnern der geplante Mast mit 36 Metern Höhe zu hoch, der Kirchturm in Modschiedel sei 26 Meter. Der Mast würde also zudem das Ortsbild verschlechtern, so Schmitt.

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