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© Mittags in Schwaben
Bildrechte: BR/Lisa Hinder

In den Ortsteilen Silheim und Kissendorf in der Gemeinde Bibertal ist die Trinkwasserversorung verunreinigt. Ein Verdacht auf eine chemische Ursache bestätigte sich nicht. Nach einer Wasser-Analyse deutet alles auf Bakterien im Leitungsnetz hin.

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Modriger Geruch: Wasser in Bibertal verunreinigt

Wenn die Bürger in den Bibertaler Ortsteilen Silheim und Kissendorf den Wasserhahn aufdrehen, dann steigt ihnen ein modriger Geruch in die Nase. Seit Tagen ist das nun schon so. Der Hahn muss deswegen zubleiben, das Wasser ist tabu.

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Von
  • Peter Allgaier
  • Johanna Kempter

In der Gemeinde Bibertal im Landkreis Günzburg sitzen viele Bürgerinnen und Bürger auf dem Trockenen. In den Ortsteilen Silheim und Kissendorf darf das Leitungswasser momentan nicht verwendet werden: weder zum Waschen oder Duschen noch zum Trinken und Kochen. Etwa 600 Haushalte sind betroffen.

Wasserrohrbrüche als mögliche Ursache

In der vergangenen Woche war es zu mehreren Wasserrohrbrüchen in der Gemeinde gekommen. Einige Kissendorfer meldeten sich anschließend im Rathaus, weil sie einen modrigen Geruch wahrnahmen. Die Verwaltung informierte das Günzburger Gesundheitsamt, das Wasserproben anordnete.

Verunreinigung mit Enterokokken und Pseudonomas

Der anfängliche Verdacht, der Geruch könnte von einer Verunreinigung mit einem chemischen Stoff kommen, zum Beispiel Eisen oder Mangan bestätigte sich bei einer Wasser-Analyse nicht. Nach Angaben von Bürgermeister Roman Gepperth wurden Enterokokken und Pseudonomas nachgewiesen. Beide Bakterienarten können gerade bei Menschen mit einer Immunschwäche zu einer Lungenentzündung oder Herzerkrankungen führen.

Abgefülltes Wasser aus dem Supermarkt

Bis auf Weiteres gilt für die Silheimer und Kissendorfer: Der Hahn bleibt zu. Manche sammeln Regenwasser und verwenden es zum Waschen. Fürs Trinken und das Kochen bleibt aber nur eine Option: der Gang zum Supermarkt.

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