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Bildrechte: BR/Martin Breitkopf

Eines der beliebtesten Ausflugsziele ist der Alpenraum mit seiner Arten-Vielfalt. Damit genau die aber trotz Besucheransturm erhalten bleibt, gibt es nun das Modellprojekt "Besucherlenkung".

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Modellprojekt in den Alpen: Naturschutz trotz Besucheransturm

An schönen Tagen wird die empfindliche Natur im bayerischen Alpenraum stellenweise beinahe überrannt. Um das zu vermeiden, hat Bayerns Umweltminister Glauber ein Modellprojekt vorgestellt. Es soll die Besucher "lenken" - vor allem durch Aufklärung.

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Von
  • Martin Breitkopf
  • Susanne Hagenmaier

Die bayerischen Alpen sind Rückzugsraum für seltene Tiere und Pflanzen. An schönen Tagen werden sie jedoch regelmäßig überlaufen. "Besucherlenkung" ist das Schlüsselwort, und dabei soll ein Modellprojekt helfen. Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber hat das Projekt am Montag an der oberen Isar zwischen Wallgau und Vorderriss vorgestellt.

Charmante Ranger und Gespräche

"Natur ist für jeden da, aber nicht für alles": Das war Glaubers zentrale Botschaft. Die Kampagne "Naturschutz beginnt mit Dir" in der Modellregion im Landkreis Bad-Tölz Wolfratshausen soll ein zentraler Baustein sein und auch in anderen Regionen Bayerns vergleichbar umgesetzt werden. Statt auf Strafen will man auf Aufklärung setzen.

Eine zentrale Rolle spielen dabei Naturpark-Ranger und Naturschutzwächter. Auf charmante Weise sollen sie Besucher auf Fehler hinweisen, die sie in der Natur machen, und sie direkt im Gespräch damit konfrontieren. Diese Art von Sensibilisierung soll die Menschen wachrütteln, denn: Natur ist mehr als Kulisse für Freizeit, Sport und schöne Fotomotive, so der Kern der Kampagne.

Mehr Geld für mehr Ranger

In den kommenden Jahren soll es immer mehr Ranger und Naturschutzwächter geben. So verteilt der Naturschutzfonds des Freistaats Bayern rund eine Million Euro für fünf neue Gebietsbetreuerstellen in den Landkreisen Berchtesgadener Land, Traunstein, Rosenheim, Miesbach, Bad Tölz-Wolfratshausen und Garmisch-Partenkirchen. Insgesamt würden für die Gebietsbetreuung in Bayern ab dem Jahr 2024 fast 9 Millionen Euro bereitstehen.

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