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Mobbing mit falscher Todesanzeige: 14-jähriger Schüler gesteht | BR24

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Der 14 Jahre alte Schüler, der eine gefälschte Todesanzeige eines Mitschülers veröffentlicht haben soll, hat am Mittwoch gestanden. Laut Polizeipräsidium Schwaben Nord hat der Junge die ihm zur Last gelegten Taten größtenteils eingeräumt.

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Mobbing mit falscher Todesanzeige: 14-jähriger Schüler gesteht

Der Fall hat bundesweit für Aufsehen gesorgt: Mit einer gefälschten Todesanzeige ist ein 13 Jahre alter Schüler in Nördlingen auf extreme Weise gemobbt worden. Jetzt hat der verdächtigte 14-jährige Mitschüler ein Geständnis abgelegt.

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Der 14-jährige Schüler einer Nördlinger Realschule, der im Verdacht stand, eine falsche Todesanzeige über einen 13-Jährigen geschaltet zu haben, hat laut Polizeipräsidium Schwaben Nord heute gestanden. Die Vorwürfe hat er demnach größtenteils eingeräumt.

Motiv derzeit noch unklar

Die Ermittlungen dauern unterdessen noch an. Ungeklärt ist derzeit unter anderem noch, aus welchem Motiv heraus der 14-Jährige gehandelt hat. Er soll an fünf Mitschüler einer achten Klasse der Realschule Maria Stern in Nördlingen über Monate hinweg Droh-E-Mails mit gefälschten Absender geschickt und außerdem auf ihre Namen Mobilfunkverträge abgeschlossen sowie Reisen gebucht haben. Am vergangenen Freitag (13.12.), ist dann die von ihm gefälschte Todesanzeige in der Zeitung erschienen. Die Schulleitung der Realschule zeigte sich entsetzt darüber, dass es trotz Prävention so weit kommen konnte.

Behörden äußern sich noch nicht zu einer möglichen Strafe

Welche Strafe dem 14-Jährigen drohe, so Oberstaatsanwalt Matthias Nickolai, könne man zum derzeitigen Zeitpunkt noch nicht sagen, da das ganz von den genauen Umständen abhängig sei. Der Junge besucht die Schule derzeit nicht. Am Vormittag war bereits bekannt geworden, dass der Schüler bis zu den Weihnachtsferien nicht mehr die Schule besuchen werde.

Im Elternhaus des Jungen wurden Mobiltelefone und Computer sichergestellt, die derzeit noch ausgewertet werden. Laut Oberstaatsanwalt Matthias Nickolai lautet der Vorwurf Bedrohung, Beleidigung, sexueller Missbrauch von Kindern in drei Fällen durch das Verschicken pornographischer Inhalte sowie Fälschung von beweiserheblichen Daten.