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Streit um Forschungsreaktor Garching | BR24

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Wegen der Corona-Beschränkungen steht der Forschungsreaktor Garching seit Mitte März still. Wann die TU München als Betreiberin die Anlage wieder anfahren kann, ist nach wie vor offen - und das hängt nicht nur mit der Pandemie zusammen.

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Streit um Forschungsreaktor Garching

Wegen der Corona-Beschränkungen steht der Forschungsreaktor Garching seit Mitte März still. Wann die TU München als Betreiberin die Anlage wieder anfahren kann, ist nach wie vor offen – und das hängt nicht nur mit der Pandemie zusammen.

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Das Landesamt für Umwelt und TÜV-Sachverständige werten derzeit einen Bericht der TU München zu einem Vorfall im Frühjahr aus: Am Reaktor in Garching ist im Frühjahr so viel radioaktives C 14 ausgetreten, dass der Jahresgrenzwert um 15 Prozent überschritten wurde.

Betrieb nur mit Zustimmung des Umweltministeriums

Die Sicherheit der Bevölkerung und der Umwelt sei zu keinem Zeitpunkt gefährdet gewesen, betont das bayerische Umweltministerium. Es hat aber bei der TU besagten Bericht angefordert und will ihn auch noch selbst prüfen. Erst im Anschluss könne man über das weitere Vorgehen entscheiden, heißt es, der Reaktor werde jedenfalls nur mit Zustimmung des Ministeriums wieder anfahren.

Hunderte Forscher in der Warteschleife

Nach Angaben der TU stehen mittlerweile mehr als 800 Forscher, die mit der Neutronenquelle arbeiten wollen, "in der Warteschlange". Geht es nach dem Bund Naturschutz, darf der Reaktor gar nicht mehr anfahren. Der Verband hat Anfang des Monats Klage eingereicht: Der Betrieb sei illegal, weil weiter hoch angereichertes Uran genutzt wird. 

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