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Söder eröffnet erstes bayerisches Afrikabüro | BR24

© BR / Nikolaus Neumaier

Der erste Tag seiner Äthiopien-Reise führt Markus Söder in die sogenannten Kirchenwälder im Hochland von Äthiopien. Am Nachmittag eröffnet der Ministerpräsident dann in Addis Abeba ein bayerisches Afrikabüro.

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Söder eröffnet erstes bayerisches Afrikabüro

Der erste Tag seiner Äthiopien-Reise führt Markus Söder in die sogenannten Kirchenwälder im Hochland von Äthiopien. Am Nachmittag eröffnet der Ministerpräsident dann in Addis Abeba ein bayerisches Afrikabüro.

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Das erste Ziel von Ministerpräsident Markus Söder sind die sogenannten Kirchenwälder im Hochland von Äthiopien. Söder besichtigt ein Projekt im Umland der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba, bei dem sich auch die Technische Universität München engagiert. Ziel ist der Erhalt der ursprünglichen Wälder mit ihrer Artenvielfalt. Dabei, so Söder, gehe es auch darum, den Klimawandel einzudämmen: Söder erklärte, "das Entscheidende, was in Afrika zur Rettung des Klimas notwendig ist, ist ganz einfach die Aufforstung, soweit es geht. Und diese Aufforstung ist eben ein Beitrag, wo wir auch dieses Projekt unterstützen und selbst einen Baum pflanzen."

Aufforstung als Maßnahme gegen den Klimawandel

Nach einem Besuch der German Church School, einer deutschen, evangelischen Bildungseinrichtung, eröffnet Söder am Nachmittag in Addis Abeba ein bayerisches Afrikabüro. Es soll ein Anlaufpunkt für den ganzen Kontinent sein, betonte der Ministerpräsident. Das Büro, so Söder, "soll wie eine diplomatische Vertretung sein, auch ein wirtschaftliches Lobbybüro, und auch die regionalen Entwicklungsaktivitäten, die Bayern macht, koordinieren." Weil Addis Abeba auch Sitz der Afrikanischen Union ist, verspricht sich Bayern eine Wirkung über Äthiopien hinaus.

Söder eröffnet Afrikabüro am Sitz der Afrikanischen Union

Im Zusammenhang mit der Einrichtung des bayerischen Afrikabüros warb Söder für ein stärkeres wirtschaftliches Engagement deutscher und bayerischer Unternehmen auf dem afrikanischen Kontinent, auch vor dem Hintergrund der chinesischen Expansionspolitik auf dem Kontinent.

"Nachdem die Chinesen massiv versucht haben Fuß zu fassen, finde ich, ist es Zeit, dass Europa aufwacht." Markus Söder, Bayerischer Ministerpräsident

Afrika, so Söder, ist der "unentdeckte Nachbar" Europas. Deutschland könne hier mit seiner respektvollen Art der Entwicklungszusammenarbeit einen wichtigen Beitrag für einen freien und fairen Handel zwischen Afrika und Europa leisten. Söder betonte, dass die Reise eng mit der Bundesregierung, speziell mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung abgestimmt sei. Während seines Aufenthalts wird er wenn möglich auch hochrangige Vertreter des Äthiopischen Staates treffen. Angedacht sind Gespräche mit dem Regierungschef und der Staatspräsidentin.