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Maria Baumer-Prozess: Was passierte rund um ihr Verschwinden? | BR24

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Am Landgericht Regensburg findet der siebte Prozesstag um den Tod Maria Baumers im Jahr 2012 statt. Es geht es vor allem um die Frage, was kurz vor und nach ihrem Verschwinden passiert ist.

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Maria Baumer-Prozess: Was passierte rund um ihr Verschwinden?

Am Landgericht Regensburg wird der Prozess um den Tod Maria Baumers im Jahr 2012 fortgesetzt. An diesem Prozesstag geht es vor allem um die Frage, was kurz vor und nach ihrem Verschwinden passiert ist. Angeklagt ist ihr damaliger Verlobter.

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Von
  • Andreas Wenleder

Vor dem Landgericht Regensburg muss sich derzeit der frühere Verlobte der getöteten Maria Baumer wegen Mordes verantworten. Am heutigen Prozesstag sollen die Umstände und Begebenheiten rund um das Verschwinden der damals 26-Jährigen im Jahr 2012 beleuchtet werden. War Maria Baumer da schon tot oder war sie doch noch auf einem Teil des Jakobswegs in Nordrhein-Westfalen unterwegs, wo sie Zeugen gesehen haben wollen.

Gäste des Grillfests als Zeugen geladen

Am Pfingstwochenende 2012 war Maria Baumer zusammen mit ihrem angeklagten früheren Verlobten auf einem Grillfest. Zahlreiche Gäste der Feier sind heute als Zeugen geladen. Sie sind die letzten Menschen, die Maria Baumer lebend gesehen haben. Nach dem Fest auf dem Anwesen eines Bruders des Angeklagten verliert sich die Spur der jungen Frau.

Gericht muss Telefonate verifizieren

Laut früheren Aussagen ihres ehemaligen Verlobten sei sie am Tag darauf morgens plötzlich verschwunden, als er beim Joggen war. Sie habe sich nochmals telefonisch bei ihm vom Bahnhof Nürnberg gemeldet, danach habe sie den Kontakt abgebrochen. Die Staatsanwaltschaft glaubt diese Version des Angeklagten nicht, die Telefonate habe es nicht gegeben. Vielmehr habe der Angeklagte laut Staatsanwaltschaft seine Verlobte mit Medikamenten getötet und im Wald verscharrt.

Großangelegte Fahndung im Jahr 2012

Erst über ein Jahr später wurde ihre zu großen Teilen mit Branntkalk und Anhydrit zersetzte Leiche gefunden. In der Zwischenzeit war intensiv nach der jungen Frau gesucht worden - auch in Fernsehsendungen, in denen der Angeklagte selbst auftrat und Interviews gab. Unter anderem fahndete die Polizei auf Abschnitten des Jakobswegs nach Maria Baumer. An der Suche dort beteiligte Hundeführer sind heute ebenfalls als Zeugen geladen. Die Ermittler fanden keine Hinweise darauf, dass Maria Baumer nach ihrem Verschwinden noch auf dem Jakobsweg unterwegs gewesen ist. Ob die damaligen Hinweise, doch anders bewertet werden müssen, ist eine der Fragen des heutigen Prozesstages.

Langwieriger Indizienprozess

Es ist der siebte von mindestens 25 Verhandlungstagen im Indizienprozess um die getötete junge Frau. Die Todesursache lässt sich bis heute nicht mit Sicherheit feststellen. Der heute 36-jährige war 2019 erneut in das Visier der Ermittler geraten. Er schweigt vor Gericht. Ein Urteil wird für Ende dieses Jahres erwartet.

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