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Porta-Claudia-Tunnel
© Land Tirol

Autoren

Lui Knoll
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Porta-Claudia-Tunnel

Am Samstagnachmittag wird in Scharnitz in Tirol der Porta-Claudia-Tunnel für den Verkehr freigegeben. Der Tunnel auf der österreichischen Bundesstraße 177 ist Teil der neu gebauten zwei Kilometer langen Ortsumgehung.

Bislang bis zu 18.000 Autos täglich durch Scharnitz

Die 1.400 Einwohner des Grenzortes freuen sich auf ruhigere Zeiten. Bis zu 18.000 Fahrzeuge sind bisher täglich durch Scharnitz gefahren, teilt die Tiroler Landesregierung in Innsbruck mit. Auf der Europastraße 533 von München nach Innsbruck bildet der österreichische Grenzort eine wichtige Wegmarke.

Eine Sprecherin sagte dem BR, die Umgehung der Gemeinde Scharnitz verlagere keinen Verkehr von der Fernpass-Route oder der Inntal-Autobahn auf die Strecke über das Seefelder Plateau.

Genau drei Jahre hat der Bau des knapp einen Kilometer langen Tunnels gedauert. Die Kosten mit den beiden Brücken über die Isar und den Gießenbach und der Anbindung an die B177 kosten das Bundesland 34,5 Millionen Euro.

Geschichtsträchtige Straße

Auf dieser Straße sind schon die Römer gezogen. Im Mittelalter war das eine der wichtigen Handelsstraßen zwischen Venedig und Augsburg. Die Porta Claudia ist die Festung, die hier im Dreißigährigen Krieg gebaut wurde, um Tirol vor den Schweden zu sichern. Reste der Festung sieht man noch.

Und was die jüngere Geschichte betrifft: Scharnitz war immer ein wichtiger Grenzort zwischen Bayern und Österreich. Seit dem Schengen-Abkommen und dem Wegfall der Grenzkontrollen 1998 sieht man dem Ort immer noch an, dass hier ein großer Grenzposten und eine eigene Zollabfertigung waren. Mit dem Bau der Umgehung und des Porta-Claudia-Tunnels wird sich das Gesicht des Ortes wandeln.

Autoren

Lui Knoll

Sendung

Mittags in Oberbayern vom 09.11.2018 - 12:40 Uhr