Windrad
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Wirtschaft fordert mehr Tempo beim Ausbau erneuerbarer Energien

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    Mittelfranken soll Ausbau erneuerbarer Energien vorantreiben

    Mittelfranken soll Ausbau erneuerbarer Energien vorantreiben

    Die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) macht Druck: Sie fordert mehr Tempo und Gestaltungswillen beim Ausbau der erneuerbaren Energien in Mittelfranken. Der Regierungsbezirk schöpfe seine Möglichkeiten nicht aus.

    Die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) fordert mehr Tempo und Gestaltungswillen beim Ausbau der erneuerbaren Energien in Mittelfranken. Wie die vbw-Bezirksgruppe mitteilt, deckt Mittelfranken aktuell seinen Strombedarf zu knapp 43 Prozent aus erneuerbaren Energien. Es sei aber eine Herausforderung, Versorgungssicherheit und Bezahlbarkeit weiterhin sicherzustellen, sagte der Vorstandsvorsitzende der vbw-Bezirksgruppe Mittelfranken, Harald Hubert.

    Umbau des Energiesystems stagniert

    Nach vbw-Berechnungen liege allein das technische Potenzial von Wind- und Solarenergie in Mittelfranken bei mehr als 13 Terawattstunden pro Jahr, das entspreche mehr als 150 Prozent des regional benötigten Stroms. Allerdings stagniere der Umbau des Energiesystems: So gingen laut Bundesnetzagentur seit 2018 nur 10 Windanlagen ans Netz.

    Bessere Rahmenbedingungen gefordert

    Die vbw fordert daher bessere Rahmenbedingungen: "Ein ambitionierter Ausbau der erneuerbaren Energien und Stromnetze ist Grundlage für niedrige Strompreise, hier sind wir noch viel zu langsam. Wir brauchen günstige Rahmenbedingungen für Investitionen in Innovationen sowie zusätzliche Entlastungen für Unternehmen und Verbraucher. Um beispielsweise die hohen und wettbewerbsverzerrenden Kosten für Strom in Deutschland abzusenken, müssen Netzentgelte, wie im Kohleausstiegsgesetz festgelegt, bezuschusst und die Stromsteuer auf das europarechtliche Minimum abgesenkt werden. Zudem ist die Abschaffung der EEG-Umlage überfällig", forderte Hubert.

    Gesellschaft muss Mehrwert erkennen

    Gleichzeitig sieht die vbw aber in der Dekarbonisierung auch eine Vielzahl von Chancen. "Wenn wir technologisch hier Maßstäbe setzen, stärkt das unsere Unternehmen im internationalen Wettbewerb und hilft gleichzeitig dem Klima", sagte Hubert und ergänzte: "Vielerorts wird die Energiewende verschleppt oder komplett unterbunden. Wichtig ist, dass der Mehrwert der Transformation auch von der gesamten Gesellschaft erkannt wird. Hierfür müssen wir werben."

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