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Massive Drohung gegen Moschee - Polizei ermittelt | BR24

© Türkische Gemeinde Nürnberg

Bülent Bayraktar, Hüseyin Yağlı und Refet Avcı in der Moschee-Gemeinde in Dietenhofen

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    Massive Drohung gegen Moschee - Polizei ermittelt

    Unbekannte haben einen Drohbrief in den Briefkasten der Türkisch Islamischen Moschee-Gemeinde im mittelfränkischen Dietenhofen eingeworfen. Den Muslimen wird mit Völkermord gedroht. Die Kriminalpolizei ermittelt.

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    Bereits vergangene Woche ist ein Drohbrief im Briefkasten der Türkisch Islamischen Moschee-Gemeinde Dietenhofen bei Ansbach eingeworfen worden. Wie Bülent Bayraktar, der Vorsitzende der Türkischen Gemeinde in der Metropolregion Nürnberg nun mitteilte, wurde deswegen Anzeige bei der Polizei erstattet. Diese prüft laut BR-Informationen nun verschiedene Straftatbestände.

    "Angriff auf alle Türken und Muslime"

    Laut Bayraktar enthalte der Brief Beleidigungen wie "Dumm, dümmer, Islam!" und auch eine Drohung. Demnach wolle der unbekannte Absender mit den Gläubigen so verfahren wie bereits mit den Juden verfahren wurde.

    Die Türkische Gemeinde in der Metropolregion Nürnberg stuft diesen Fall nicht als Bedrohung einer einzelnen Moschee-Gemeinde ein. Es sei ein Angriff auf alle Türken und Muslime in der Region. Der Gemeinde-Vorsitzende Bayraktar erklärte: "Auf Hass, Hetze und Diffamierung können sehr leicht Taten folgen. Die Geschichte lehrt uns, wie beispielsweise am 9. November 1938 in der Reichspogromnacht aus Worten Taten wurden."

    Zudem seien in den vergangenen Jahren auch Türken in der Region von Rechtsterroristen des NSU ermordet worden. Die Gemeinde rufe daher alle demokratischen Kräfte auf, nicht zu schweigen.

    Klare Kante gegen Rechts gefordert

    Die Allianz gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion Nürnberg verurteilt die Drohung gegen die Türkische Gemeinde. Der Vorsitzende der Allianz, Stephan Doll, sagte dem BR: "Die Anspielung auf den Holocaust macht deutlich, hier sind Faschisten am Werk. Die Zivilgesellschaft, der Rechtsstaat und die Politik sind gefordert. Unser gemeinsames Motto muss lauten: keinen Millimeter nach Rechts, wir sind die Mehrheit und zeigen gemeinsam klare Kante gegen Rechts".

    Laut Bülent Bayraktar ist das Generalkonsulat der Republik Türkei wegen des Vorfalls bereits in Gesprächen mit dem Polizeipräsidium Mittelfranken und dem Bayerischen Innenministerium.

    Nicht der erste Drohbrief an Moschee im Raum Franken

    Bereits Anfang des Jahres wurde ein Drohbrief an eine Moscheegemeinde im mittelfränkischen Röthenbach an der Pegnitz gegeben. In dem Hassbrief hieß es wörtlich: "Ihr werdet niemals sicher sein!". In dem Briefumschlag befand sich auch eine Patrone. Die Polizei ermittelte dann eine 54-jährige Tatverdächtige aus dem Landkreis Nürnberger Land, die Teil der rechtsextremen Szene in Bayern ist.

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