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Mittelfranken hat die meisten Asthma-Erkrankten | BR24

© BR Bild, Philipp von Ditfurth

Ein Asthmatiker hält ein Asthmaspray in der Hand

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    Mittelfranken hat die meisten Asthma-Erkrankten

    Eine Erhebung des Wissenschaftlichen Instituts der AOK zeigt, dass unter den Regierungsbezirken Mittelfranken mit 4,2 Prozent die meisten Asthma-Erkrankten aufweist. Besonders die Nürnberger sind von der Krankheit betroffen.

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    Große regionale Unterschiede bei Asthmaerkrankungen in Bayern zeigt der "Gesundheitsatlas Bayern" des Wissenschaftlichen Instituts der AOK. Er listet die Häufigkeit von Asthma für alle 96 bayerischen Kreise und kreisfreien Städte auf. Die Zahlen stammten aus dem Jahr 2018.

    Nürnberger von Asthma besonders stark betroffen

    Nach der Erhebung litten demnach 4,6 Prozent aller Nürnberger an einer Asthma-Erkrankung. Betrachtet man die Fälle im ganzen Freistaat, so reicht das Spektrum von 3,1 Prozent der Einwohner im Landkreis Unterallgäu bis zu 5,1 Prozent im Landkreis Kaufbeuren. Unter den Regierungsbezirken hat Mittelfranken mit 4,2 Prozent die meisten Asthmapatienten, die Oberpfalz mit 3,7 Prozent die wenigsten. Landesweit liegt der Freistaat bei einem Anteil Asthmapatienten an der Bevölkerung von 4,0 Prozent und damit nur knapp unter dem bundesweiten Durchschnitt von 4,2 Prozent.

    Unterschiede durch Alter und Risikofaktoren

    Insgesamt leben in Bayern 521.000 Menschen mit Asthma. Dabei handelt es sich um eine chronisch-entzündliche Erkrankung der Atemwege, die zu anfallsartig auftretender Verengung der Atemwege führt.

    "Asthma kann allergisch bedingt sein, in der Familie vererbt werden, aber auch durch psychische Belastungen und Reizstoffe, insbesondere Tabakrauch, ausgelöst werden." Horst Leitner, Direktor der AOK in Mittelfranken.

    In der Krankheitshäufigkeit von Asthma zeigen sich Unterschiede nach Alter und Geschlecht. Bei Kindern und Jugendlichen bis 14 Jahre sind zunächst Jungen deutlich häufiger von Asthma betroffen, mit zunehmendem Alter tritt Asthma öfter bei Frauen als bei Männern auf. Die höchsten Werte weisen Frauen zwischen 70 bis 79 Jahren auf – sie haben zu 6,7 Prozent Asthma – sowie Männer in der Altersgruppe ab 80 Jahren (5,3 Prozent).

    Frühzeitige Behandlung wichtig

    Vor dem Hintergrund der aktuellen Corona-Pandemie sei es besonders wichtig, die Asthma-Erkrankung gut unter Kontrolle zu haben, so Horst Leitner: „Erste Studienergebnisse weisen darauf hin, dass bei einem gut kontrollierten Asthma nicht von einem erhöhten Risiko für einen schweren Covid-19-Verlauf auszugehen ist.

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