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Mitfahrbänke im Landkreis Bamberg für bessere Verkehrsanbindung | BR24

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Mitfahrbank an der Hauptstraße in Heiligenstadt.

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    Mitfahrbänke im Landkreis Bamberg für bessere Verkehrsanbindung

    Früher hielt man den Daumen hoch, um mitgenommen zu werden – heute setzt man sich auf eine Mitfahrbank. Der Landkreis Bamberg verfügt jetzt auch über ein solches Angebot. Die erste Mitfahrbank steht an der Hauptstraße in Heiligenstadt.

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    Am Montag wird im Landkreis Bamberg die erste Mitfahrbank eingeweiht. Am Vormittag soll Landrat Johann Kalb in Heiligenstadt die Mitfahrbank an die Bürger übergeben. Weitere zehn Gemeinden sollen folgen, darunter Frensdorf, Hirschaid, Scheßlitz und Wattendorf. Das System setzt auf freundliche Autofahrer. Sie sollen Menschen, die auf der Bank Platz genommen haben, kostenlos mitnehmen.

    40 Mitfahrbänke im Landkreis Bamberg

    Auf diese Weise würden Bürger ohne Auto auch an entlegenen Stellen die Möglichkeit haben, zum Arzt, Supermarkt oder zur Kirche zu gelangen. Für den öffentlichen Nahverkehr wären diese Strecken unrentabel, heißt es aus dem Landratsamt. Tatsächlich gibt es pro Gemeinde nicht nur eine, sondern meistens zwei Mitfahrbänke, die gegenüber voneinander liegen. Damit sollen die Mitfahrer die Möglichkeit haben in beide Fahrtrichtungen fahren zu können. Zu jeder Bank gehört außerdem ein Mast, auf dem der gewünschte Zielort steht. Ein solches Set kostet 2.000 Euro. Der Landkreis beteiligt sich an den Kosten. Derzeit installieren die Landkreisgemeinden 40 Mitfahrbänke.

    💡 Was sind Mitfahrbänke?

    Mit den Mitfahrbänken soll die Mobilität im ländlichen Raum verbessert werden. Die sogenannten "Blauen Bänke" stehen bereits in einigen Orten in Oberfranken. Wer sich darauf setzt, signalisiert, dass er mitgenommen werden möchte. Auf Schildern mit den Namen der umliegenden Orte kann man sein Ziel angeben. So wissen Autofahrer, welches Ziel der Mensch, der auf der Bank sitzt, hat. (Erklärt von Markus Klingele)