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Bayern

Mitarbeiter der Bezirksregierung steht vor Gericht | BR24

© pa/dpa

Gericht in Landshut

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    Mitarbeiter der Bezirksregierung steht vor Gericht

    Vor dem Amtsgericht Landshut muss sich seit dem Vormittag ein Mitarbeiter der Regierung von Niederbayern verantworten. Er soll den ehemaligen Geschäftsführer der Skandalfirma Bayern-Ei, Stefan Pohlmann, vor einer Kontrolle gewarnt haben.

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    Dem Mitarbeiter wird deshalb eine Verletzung des Dienstgeheimnisses vorgeworfen. Nach Angaben des Gerichtssprechers ist ein Urteil noch heute möglich. Es wäre das erste Urteil im Bayern-Ei-Komplex.

    Hunderte Erkrankte, ein Toter

    BR und SZ deckten 2015 auf, dass Bayern-Ei 2014 offenbar einen länderübergreifenden Salmonellenausbruch mit Hunderten Erkrankten und mindestens einem Toten ausgelöst hatte.

    Wusste Pohlmann seit 2013 Bescheid?

    Die Staatsanwaltschaft Regensburg geht davon aus, dass der damalige Bayern-Ei-Chef Pohlmann bereits seit Dezember 2013 wusste, dass seine Betriebe an den niederbayerischen Standorten Aiterhofen und Wallersdorf mit Salmonellen kontaminiert waren. Dennoch habe er rund ein Jahr lang weiter Eier ausgeliefert. Eine Warnung der Öffentlichkeit unterblieb.

    Im Zuge des Skandals wurde auch heftig über die Mitverantwortung von Behörden diskutiert.