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Mit Söder auf der Suche nach alter Größe und neuer Kraft | BR24

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Führende CSU-Politiker haben die Ankündigung von Ministerpräsident Söder begrüßt, für den Parteivorsitz zu kandidieren. Söder hatte erklärt, er wolle sich in den Dienst der Partei stellen, nachdem ihn viele darum gebeten hätten.

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Mit Söder auf der Suche nach alter Größe und neuer Kraft

Ministerpräsident und bald wohl auch Parteichef: In der CSU läuft alles auf Markus Söder zu. Gestern hat er seine Kandidatur erklärt. Heute Mittag will er sich den Fragen der Journalisten stellen. BR24 streamt die Pressekonferenz live ab 12.30 Uhr.

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Seit Wochen lief es auf Markus Söder zu. Seine Wahl zum CSU-Chef auf dem Sonderparteitag am 19. Januar gilt als Formsache. Der Europapolitiker Manfred Weber tritt nicht an. Bislang ist Söder der einzige Bewerber. "Nach reiflicher Überlegung und dem Wunsch vieler Mitglieder entsprechend" sei er bereit, sich in den Dienst der Partei zu stellen, teilte Söder gestern mit. Heute Mittag will er sich im Bayerischen Landtag den Fragen der Journalisten stellen.

Die Zeit drängt

Dabei dürfte es vor allem um Söders strukturelle und inhaltlichen Pläne bei der Neuaufstellung der CSU gehen. In den vergangenen Wochen hatte Söder unter anderem angedeutet, dass er die CSU attraktiver für Frauen machen will, dass er vorhat der Basis mehr Mitbestimmungsrechte einzuräumen und dass er – nach dem Wahlerfolg der Grünen – verstärkt auf ökologische Themen setzen möchte. Viel Zeit bleibt Söder nicht. Schon im Mai steht die Europawahl an, das Jahr drauf findet in Bayern die Kommunalwahl statt.

Wahldebakel? Die CSU will jetzt nach vorne schauen

Aus der CSU sind öffentlich vor allem positive Reaktionen auf die Kandidatur Söders zu hören. Er habe das entsprechende politische Gewicht und stehe mit seinen 51 Jahren schon allein altersmäßig für eine Erneuerung, erklärte der CSU-Fraktionschef im Landtag Thomas Kreuzer. Obwohl Söder als Spitzenkandidat die Niederlage seiner Partei bei der Landtagswahl in Bayern quasi mit zu verantworten hat, warnt Kreuzer genauso wie andere in der CSU-Spitze vor entsprechenden Diskussionen.

Sowohl Alexander Dobrindt, der CSU-Landesgruppenchef im Bundestag, als auch Ilse Aigner, die bayerische Landtagspräsidentin, fordern alle in der CSU auf, jetzt nach vorne zu schauen anstatt zurück.

Hoffen auf mehr "Durchschlagskraft" in Berlin

Und was ist mit Söders Fähigkeit, bayerische Interessen auf der Berliner Bühne durchzusetzen? Dazu sagte Aigner im Bayerischen Rundfunk: Eine Große Koalition in Berlin sei zwar immer eine Herausforderung - aber auch die werde Söder mit seiner politischen Erfahrung bewältigen.

Auch der Koalitionspartner der CSU in Bayern ist guter Dinge. Freie Wähler-Chef Hubert Aiwanger geht davon aus, dass der Freistaat mit einem Parteichef Söder in Berlin mehr Durchschlagskraft entwickle.

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B5 Nachrichten

Autor
  • Regina Kirschner
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