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Popup-Store in Nördlingen

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Mit Pop-Up-Stores gegen Leerstände im Landkreis Donau-Ries

Leerstehende Ladenflächen gibt es auch auf dem Land. Der Kreis Donau-Ries will deswegen Pop-Up-Stores unterstützen und dafür Interessenten verkuppeln - wie bei einer Dating-Plattform.

Von
Thomas PöslThomas PöslWerner BaderWerner Bader
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“Zu vermieten” steht auf vielen Schaufenstern, sogar in besten Innenstadtlagen. Auch der ländlich geprägte Landkreis Donau-Ries ist betroffen. Das Konversionsmanagement des Landkreises Donau-Ries hat sich deswegen eine Aktion ausgedacht, die die Eröffnung von “Pop-Up-Stores” fördern soll. Die heißen so, weil sie plötzlich aufpoppen, wo Flächen leer standen, und dann auch nach kurzer Zeit wieder endgültig schließen.

Pop-Up-Store mit individuellen Geschenkideen

Der erste Pop-Up-Store im Landkreis Donau-Ries hat jetzt in Nördlingen eröffnet. “Wir sind richtig aufgeregt”, sagt Corinna Florian-Dischinger an ihrem ersten Geschäftstag. Ihr Laden ist am Rande der Innenstadt. Während sich nebenan Leerstand an Leerstand reiht, herrscht bei Florian-Dischinger Geschäftsbetrieb. “Wir haben hier unter anderem Bilder von einer Künstlerin, Taschen, Schals, Armstulpen und vegane Schokolade. Das sind ganz individuelle Dinge, die man auch im Internet so nicht findet.” Florian Dischinger hat sich mit befreundeten Künstlerinnen und Künstlern aus Nördlingen zusammengetan und hofft auf gute Geschäfte im November und Dezember. Nur so lange hat der Pop-Up-Store geöffnet.

Corinna Florian-Dischinger (re.) mit ihren Geschäftspartnern im neuen Nördlinger Pop-Up-Store.

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Konversionsmanagerin als Kupplerin

Damit noch mehr Pop-Up-Stores wie der in Nördlingen entstehen können, ist im Landkreis eine Online-Plattform ins Leben gerufen worden. Vermieter von Ladenflächen und Geschäftstreibende sollen unter dem Motto “Pass mer zam?” in Kontakt kommen. Dafür hat Barbara Wunder im ganzen Landkreis Plakate aufstellen lassen. Sie ist Konversionsmanagerin und zuständig für die Stadtentwicklung im Landkreis Donau-Ries. Die “Pass mer zam”-Plakate sind rosa und tragen Herzchen-Motive. “Wir stellen diese Vermittlungsplattform dar, um beide Seiten zusammenzubringen. Wie bei einer Dating-Plattform suchen wir Matches”, so Wunder. Wenn sich geeignete Partner finden, werde der Landkreis bei Öffentlichkeitsarbeit und Marketing helfen. Finanziell unterstützen könne der Landkreis die Geschäftstreibenden nicht. Das können nur die Kundinnen und Kunden. Auf ihnen liegen jetzt alle Hoffnungen.

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