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Mit Kuhglocken wilde Tiere vertreiben | BR24

© pa/dpa/Armin Weigel

"Wolfsauslassen" in Rinchnach

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    Mit Kuhglocken wilde Tiere vertreiben

    Ohrenbetäubender Lärm gegen wilde Tiere: Das traditionelle "Wolfauslassen" in Rinchnach (Lkr. Regen) bietet den Besuchern heute Abend ein akustisches Spektakel.

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    Bis zu 500 Burschen ziehen mit Kuhglocken durch den Ort und wollen mit dem Geläut nach altem Brauch Wölfe und andere wilde Tiere von den Siedlungen fernhalten.

    Ursprung im 18. Jahrhundert

    Beginn ist um 18.30 Uhr, die Feier endet erst am Freitagmorgen, wenn die Kuhglocken um 6 Uhr zum Tagläuten das letzte Mal erklingen. Erwartet werden bis zu 4.000 Besucher.

    "Wolfauslassen" - eine lange Tradition

    Der Ursprung liegt im 18. Jahrhundert, als die Hirten nach dem Sommer das Vieh wieder zurück in die Ställe brachten. Mit dem Glockenlärm wurde den Wölfen und Bären signalisiert, dass sie nun wieder aus den Wäldern auf die Weiden kommen durften - daher "Wolfauslassen". Gleichzeitig symbolisiert der Lärm die Freude über ein gelungenes Hirtenjahr und hält die wilden Tiere aus dem Dorf.