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Bildrechte: BR/Markus Balek

Der Bestand an Birnbäumen geht zurück. Birnbaumschützer aus ganz Mittelfranken wollen nun mit einer Karte zum Erhalt der Bäume beitragen.

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Mit interaktiver Karte fränkische Birnbäume erhalten

Der Bestand an Birnbäumen geht seit den 1960er-Jahren massiv zurück. Gründe sind Straßenbau, der Klimawandel und Überalterung der Bäume. Birnbaumschützer aus ganz Mittelfranken wollen nun mit einer Karte zum Erhalt der Bäume beitragen.

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Von
  • Markus Balek

In weißer Blüte sind sie aktuell auch bei uns in Franken zu finden: Birnbäume. Doch der "Landschaftspflegeverband Mittelfranken" und die "Birnenfreunde Stadt und Landkreis Ansbach" warnen: Die Existenz der ökologisch und landschaftlich wertvollen Bäume ist in Gefahr.

Bestand der Birnbäume erschreckend niedrig

"Wenn auf einer Skala von 1 bis 10, die 10 das Schlechteste ist, dann liegt der Bestand der Birnbäume bei 8", sagt Eva Schmid vom Landschaftspflegeverband Mittelfranken. Seit den sechziger Jahren ist der Birnbaum in Franken massiv zurückgegangen. Gründe hierfür seien Straßenbau, Schaffung von Wohnräumen, der Klimawandel und auch die Überalterung der Bäume. Vor allem mache Eva Schmid aber der fehlende Niederschlag große Sorgen – besonders, wenn es um den Erhalt älterer freistehender Birnbäume geht.

Bäumen melden und in Karte eintragen lassen

An genauen Zahlen, wie viele Birnbäume es in Mittelfranken noch gibt, mangelt es. Deshalb hat der Landschaftspflegeverband eine interaktive Karte erstellt. Alle Bürgerinnen und Bürger sind aufgerufen, freistehende Birnbäume mit ihrem Standort zu melden, sagt Eva Schmid vom Landschaftspflegeverband Mittelfranken im BR-Interview. Diese werden dann der Karte hinzugefügt.

"Birnbäume sind für den Naturschutz, als Lebensraum für Tiere, aber auch landschaftlich extrem wertvoll." Eva Schmid, Landschaftspflegeverband Mittelfranken

Weitere Informationen zu Birnbäumen und wie das Melden funktioniert, stehen auf der Webseite des Landschaftspflegeverbands Mittelfranken. Bisher wurden im Landkreis Ansbach über 850 Birnbäume mit einem Stammumfang größer als zwei Meter erfasst.

Birnbäume wieder ins Bewusstsein der Menschen rufen

Wir müssten den Menschen wieder klar machen wie schön und wertvoll diese Bäume sind, sagt Susanne Wolf von den "Birnenfreunden Stadt und Landkreis Ansbach". Ziel sei es, die Menschen zu sensibilisieren und anzuregen, diese Schätze in der Natur wiederzuentdecken und zu würdigen. Ein nächster Schritt wären dann auch Neupflanzungen, um den Bestand wieder zu erhöhen, so Wolf weiter.

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