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Mit Handzetteln und Baumstämmen gegen Park-Chaos am Walchensee | BR24

© BR/Martin Breitkopf

Der Ansturm von Tagestouristen auf Kochel und die Walchensee-Region war an den vergangenen Wochenenden enorm: kilometerlange Staus, zugeparkte Rettungswege, Park-Chaos. In ihrer Verzweiflung ist die Gemeinde Kochel am See jetzt tätig geworden.

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Mit Handzetteln und Baumstämmen gegen Park-Chaos am Walchensee

Der Ansturm von Tagestouristen auf Kochel und die Walchensee-Region war an den vergangenen Wochenenden enorm: kilometerlange Staus, zugeparkte Rettungswege, Park-Chaos. In ihrer Verzweiflung ist die Gemeinde Kochel am See jetzt tätig geworden.

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Die Lage im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen ist arg und wird vermutlich sogar noch schlimmer, wenn die Wassertemperaturen noch mehr zum Baden einladen. In Kochel und am Walchensee haben Tagestouristen an den vergangenen Wochenenden für Chaos gesorgt: Blechkolonnen schoben sich durch die Straßen, es gab keine Parkplätze mehr und sogar die Rettungswege waren zugeparkt.

Zäune und Stämme gegen wildes Parken

Da Park- und Verbotsschilder keine Wirkung zeigten, ergriff die Gemeinde Kochel am See drastische Maßnahmen. Mitarbeiter des Bauhofs haben mehrere Zäune am Fahrbahnrand errichtet und an besonders engen Stellen jegliche Parkmöglichkeit mit Baumstämmen verbaut.

© Gemeinde Kochel am See

Die Gemeinde macht das Parken durch Baumstämme unmöglich

Falsch geparkte Autos behindern Rettungskräfte

Kochels Bürgermeister Thomas Holz (CSU) bedauert, dass solche Maßnahmen nötig sind, aber die Rücksichtslosigkeit mancher Tagesausflügler sei unvorstellbar. Anscheinend sei es vielen Verkehrsteilnehmern gar nicht bewusst, dass sie durch wild geparkte Fahrzeuge im Fall der Fälle die Einsatzkräfte massiv behinderten und sogar Menschenleben gefährdeten, sagt der Bürgermeister.

Kochel appelliert an die Vernunft der Autofahrer

Falschparkern soll an diesem Wochenende ein Flyer der Gemeinde unter den Scheibenwischer geklemmt werden. Auf der Vorderseite wird auf das Fehlverhalten und die Folgen hingewiesen und darum gebeten, auf ausgewiesenen Parkplätzen zu parken. Auf der Rückseite geht es um das Landschaftsschutzgebiet Walchensee und um Verhaltensregeln, damit die einzigartige Landschaft erhalten bleibt.

Ob derartige Appelle an die Vernunft wirklich etwas bringen? Bürgermeister Thomas Holz will zum Schutz der Heimat nichts unversucht lassen. Auch wenn nur wenige ihr Verhalten überdenken würden, so wäre das schon ein Erfolg, sagt er.

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