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Mit der Wasserwacht im Corona-Sommer unterwegs | BR24

© Leonie Thim/BR

An den bayerischen Seen sind so viele Urlauber wie nie - wegen Corona. Und das ausgerechnet jetzt, wo die Arbeit der Wasserwacht aufgrund der Hygiene- und Abstands-Regeln schwieriger geworden ist und weniger Mitarbeiter im Einsatz sind.

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Mit der Wasserwacht im Corona-Sommer unterwegs

An den bayerischen Seen sind so viele Urlauber wie nie - wegen Corona. Und das ausgerechnet jetzt, wo die Wasserwacht ihre Stationen ausdünnen muss, um die Abstandsregeln einzuhalten.

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38 Grad, die Sonne knallt auf den Starnberger See. Sonnenschirm neben Sonnenschirm, fast Handtuch an Handtuch, dazwischen stehen SUP-Boards an Bäume gelehnt, aufblasbare Einhörner dienen als Kopfkissen und die Liegewiese im Ambacher Erholungsgebiet ist gespickt mit Menschen.

Thomas Brandauer von der Wasserwacht Wolfratshausen ist zusammen mit seiner Kollegin Andrea Köppl auf Patrouille. Vom Boot aus überwachen sie das Wasser und den Strand. Durch die Massen an Menschen im Wasser zu manövrieren, ist nicht immer leicht, weil die Schwimmer das Boot gar nicht bemerken. Dann müssen die Wasserwachtler oft rufen, hupen und pfeifen, um auf sich aufmerksam zu machen.

Weniger Einsatzkräfte in den Rettungsstationen

Die Ehrenamtlichen der Wasserwacht Wolfratshausen sind aktuell nur zu viert an der Wasserrettungsstation Schwaiblbach. Nur so können sie die Corona-Abstandsregeln untereinander einhalten. Ansonsten sind sie auch schon mal mit 20 Leuten an der Station.

Was den Rettern hilft: In diesem Jahr gab es bisher weniger Einsätze als im vergangenen Jahr. Die Badenden kämen nur, wenn es wichtig ist, sagt Ingo Roeske, stellvertretender Leiter der Wasserwacht Bayern. So schauten etwa weniger Menschen vorbei, um sich ein Pflaster auf eine kleine Wunde kleben zu lassen.

Weniger Einsätze als im Vorjahreszeitraum

Insgesamt hatten die Ehrenamtlichen der Wasserwacht Bayern heuer von Januar bis Juli rund 1.200 Einsätze. Wobei die Zahl noch steigen könnte, weil die Einsätze im Monat Juli bisher nicht vollständig erfasst wurden. Vergangenes Jahr haben die Rettungskräfte von Januar bis Juli fast doppelt so oft Hilfe geleistet, nämlich über 3.000 Mal.

Die Wasserwacht geht davon aus, dass sie auch die kommenden Wochen nicht außerordentlich mehr Einsätze haben werden.

Damit es auch so bleibt, wünscht sich Ingo Roeske von den Besuchern zum einen Respekt den Einsatzkräften gegenüber, zum anderen, dass sie umsichtiger ins Wasser gehen und sich nicht leichtfertig in Gefahr bringen.

© BR

An Bayerns Seen, wie zum Beispiel am Starnberger See, herrscht so viel Betrieb wie selten zuvor. Abstand halten fällt da oft schwer für Besucher, aber auch für die Rettungskräfte der Wasserwacht. Die haben in diesem Jahr besonders viel zu tun.

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