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Mit 200 Stundenkilometern in die Freiheit | BR24

© dpa Picture-Alliance Karl Staedele

Mit 200 Stundenkilometern in die Freiheit

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Mit 200 Stundenkilometern in die Freiheit

Am 11. September 1989 öffnete Ungarn die Grenze nach Österreich für DDR- Bürger. Tausende machten sich gleich in der Nacht auf den Weg Richtung Westdeutschland. Einer war dabei schneller als alle anderen unterwegs.

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Bereits in den Morgenstunden erreichte der Ostberliner Kantinenwirt Gerhard Meyer mit seinem japanischen Sportwagen die Grenze bei Passau. Mit 200 Stundenkilometer war er durch Österreich gebraust.

Auffanglager in Hammelburg

Er wurde vor 30 Jahren gleich weitergeschickt in das neu errichtete Auffanglager für DDR-Flüchtlinge in der Bundeswehrkaserne von Hammelburg. Dort wartete schon BR-Reporter Eberhard Schellenberger auf ihn. „Den hat es nach der Freiheit jezogen“ berlinerte Ehefrau Nicole. Und die Medien hatten rasch den passenden Beinamen: Ab sofort war es „der schnelle Meyer“.

Heimat in Österreich gefunden

Mit seiner Familie zog Gerhard Meyer zunächst in den Haßfurter Stadtteil Sylbach. Dort eröffnete er das Gasthaus „Zur Deutschen Einheit.“ Aber schon bald zog es die Familie nach dem Fall der Mauer nach Ostberlin zurück. Heute lebt er in Tirol bei seiner Tochter, die dort ein Hotel betreibt. Und er ist inzwischen österreichischer Staatsbürger.

© BR

Am 11. September 1989 öffnete Ungarn die Grenze nach Österreich für DDR- Bürger. Tausende machten sich gleich in der Nacht auf den Weg Richtung Westdeutschland. Einer war dabei schneller als alle anderen unterwegs.