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Missbrauchsstudie: Bistum Augsburg setzt sich für Aufklärung ein | BR24

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© BR / Barbara Leinfelder

Die deutschen Bischöfe wollen heute bei ihrer Herbst-Vollversammlung in Fulda eine bundesweite Studie zu sexuellem Missbrauch vorstellen. Auch das Bistum Augsburg hat sich an der Untersuchung beteiligt und verspricht Aufklärung.

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Missbrauchsstudie: Bistum Augsburg setzt sich für Aufklärung ein

Die deutschen Bischöfe wollen heute bei ihrer Herbst-Vollversammlung in Fulda eine bundesweite Studie zu sexuellem Missbrauch vorstellen. Auch das Bistum Augsburg hat sich an der Untersuchung beteiligt und verspricht Aufklärung.

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Laut Generalvikar Harald Heinrich hat das Bistum Augsburg mit großer Sorgfalt Personalakten gesichtet und Daten für die Studie bereitgestellt. Es geht es um Fälle, in denen sich Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige an Minderjährigen vergangen haben. Der Augsburger Generalvikar erklärte, man wolle alles tun, um Opfern höchstmögliche Gerechtigkeit widerfahren zu lassen und künftig solche Taten zu verhindern.

Viele Fälle nicht erfasst

Allerdings sind viele Fälle, die in direkter Verbindung zur Katholischen Kirche stehen, nicht in der Studie erfasst. So kommen beispielsweise die im Februar vom BR aufgedeckten Misshandlungen von Buben und Mädchen im Donauwörther Kinderheim Heilig Kreuz nicht vor. Ehemalige Heimkinder hatten dem BR von sexuellem Missbrauch, Schlägen und psychischer Gewalt in den 1960er und 1970er Jahren berichtet. Haupttäter war offenbar der bereits verstorbene Priester und Leiter des Heims, Max Auer.

Aufarbeitung der Donauwörther Fälle

Das Bistum Augsburg hat mittlerweile ein Aufarbeitungsteam eingesetzt. 13 Opfer sind befragt worden. Anfang des kommenden Jahres soll ein Bericht veröffentlicht werden. Außerdem sollen die Betroffenen finanziell entschädigt werden.