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Bischof Voderholzer: Das durch die Skandale verlorene Vertrauen zurückzugewinnen, ist für ihn die "größte Herausforderung des neuen Jahres".
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Uli Scherr
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Bischof Voderholzer: Das durch die Skandale verlorene Vertrauen zurückzugewinnen, ist für ihn die "größte Herausforderung des neuen Jahres".

Es sei ohne Zweifel "die größte Herausforderung des neuen Jahres", das durch die Skandale verlorene Vertrauen zurückzugewinnen, sagte Vorderholzer am Montagabend in seiner Predigt in der Jahresschlussmesse im Regensburger Dom. Außerdem kündigte der Bischof im Kampf gegen Missbrauchsfälle weitere Vorsorgemaßnahmen an.

"Prävention ist und bleibt wichtig. Hier wollen wir noch besser werden." Rudolf Voderholzer

Alle Vorsorgemaßnahmen im Kampf gegen Missbrauch im Bistum Regensburg sollen in Zukunft regelmäßig von externen Fachleuten überprüft werden, kündigte der Bischof weiter an.

Voderholzer lobt bisherige Aufklärungsarbeit

Voderholzer verteidigte aber gleichzeitig die bisher von der Kirche geleistete Aufklärungsarbeit nach Bekanntwerden der Missbrauchsfälle. "Nicht zuletzt aufgrund der Maßnahmen (…) gibt es heute keinen sichereren Ort für Kinder in Deutschland als die Einrichtungen der katholischen Kirche", sagte Voderholzer unter Berufung auf Experten.

Als kontraproduktiv kritisierte Voderholzer, dass seiner Ansicht nach nicht näher genannte Gruppen versuchen würden, den Missbrauch zu instrumentalisieren, um andere kirchenpolitische Ziele durchzudrücken.

Diözese Regensburg zahlte 4,3 Millionen Euro

Seit 2010 sind in Deutschland zahlreiche Fälle von Missbrauchs- und Misshandlungsfällen in kirchlichen Einrichtungen bekannt geworden. Auch das Bistum Regensburg war betroffen. Die Diözese legte im September Zahlen vor, wonach sie mittlerweile rund 4,3 Millionen Euro an Missbrauchsopfer bezahlt hat.

Mehr als Dreiviertel des Geldes floss den Angaben zufolge an Opfer, die bei den Regensburger Domspatzen missbraucht oder misshandelt wurden.