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Bericht zu Missbrauch in Donauwörther Kinderheim | BR24

© BR / Judith Zacher

Genau ein Jahr nach BR-Berichten über Misshandlungen im Donauwörther Kinderheim Heilig Kreuz legt heute die beauftragte Kommission ihren Schlussbericht vor. In dem Donauwörther Kinderheim wurden Kinder über Jahrzehnte Opfer von Gewalt und Missbrauch.

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Bericht zu Missbrauch in Donauwörther Kinderheim

Genau ein Jahr nach BR-Berichten über Misshandlungen im Donauwörther Kinderheim Heilig Kreuz legt heute die beauftragte Kommission ihren Schlussbericht vor. In dem Kinderheim wurden Kinder über Jahrzehnte Opfer von Gewalt und Missbrauch.

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Das Bistum wie die zuständige Stiftung gelobten nach der Veröffentlichung durch den BR Aufklärung und ließen die Misshandlungs- und Missbrauchsfälle im Donauwörther Kinderheim umfassend untersuchen. Heute wird auf einer Pressekonferenz der Abschlussbericht vorgestellt. Dabei sollen auch Betroffene zu Wort kommen.

Opfer haben viele Fragen

Was hat sich noch alles hinter den Klostermauern ereignet? Warum wurde das Heim 1977 auf einmal geschlossen? Und wo sind die vielen Filme und Fotos, die der ehemalige Leiter, der Priester Max Auer, von den Kindern gemacht hat? Diese Fragen stellen sich die ehemaligen Heimkinder. Möglicherweise kann das Bistum in dem Abschlussbericht Antworten darauf geben.

Ehemaliger Richter befragt Heimkinder

Für den Bericht befragte der ehemalige Vorsitzende des Münchner Oberlandesgerichts, Manfred Prexl, alle Heimkinder, die sich gemeldet hatten. Die Historikerin Gerda Riedl durchforstete außerdem die Archive.

Bei dem Treffen sollen Heimkinder auch die Möglichkeit haben, ihre Anliegen zur weiteren Aufarbeitung zu äußern. Denn viele interessiert, was ehemalige Erzieherinnen zu den Vorgängen sagen. Geplant ist außerdem, eine Gedenktafel am Kloster anzubringen.

Jahrzehntelange Misshandlungen

In den 50er bis 70er Jahren waren Kinder in dem Donauwörther Kinderheim Betroffenen zufolge psychisch und physisch misshandelt sowie sexuell missbraucht worden. Täter war laut den Opfern ein ehemaliger Leiter des Heims, der Priester Max Auer. Er soll Buben wie Mädchen missbraucht haben. Auch weltliche Erzieherinnen, die im Heim tätig waren, wurden offenbar zu Täterinnen.