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Missbrauch auf Augsburger Schul-Toilette: Urteil heute erwartet | BR24

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Ein junger Mann soll sich letzten Oktober an einer Neunjährigen in der Wittelsbacher Grundschule vergangen haben. Vor dem Augsburger Landgericht soll heute das Urteil gegen den 21-jährigen Angeklagten

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Missbrauch auf Augsburger Schul-Toilette: Urteil heute erwartet

Ein junger Mann soll sich vergangenen Oktober an einer damals Neunjährigen in der Wittelsbacher Grundschule vergangen haben. Vor dem Augsburger Landgericht soll heute das Urteil gegen den 21-jährigen Angeklagten fallen.

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Ein junger Mann soll im vergangenen Oktober eine damals Neunjährige in der Wittelsbacher Grundschule Augsburg sexuell missbraucht und zudem vergewaltigt haben. Vor dem Augsburger Landgericht hatten gestern Staatsanwaltschaft und Verteidigung ihre Plädoyers gehalten. Heute soll das Urteil gegen den 21-jährigen Angeklagten fallen.

Missbrauch auf der Schultoilette

Laut Staatsanwaltschaft war der Mann zur Mittagszeit in die Augsburger Schule nahe der Innenstadt gegangen. Dort soll er das Mädchen nach dem Weg ins Sekretariat und außerdem gefragt haben, ob die mittlerweile Zehnjährige ein Video sehen wolle. Obwohl das Kind verneinte, hat der Mann die Schülerin gepackt und in die Schultoilette getragen, wo er das Mädchen laut Anklage missbrauchte und zu sexuellen Handlungen zwang.

Mitschülerin holt Hilfe

Eine Mitschülerin hatte die Hilferufe des Mädchens gehört und einen Lehrer verständigt. Dem gelang es schließlich den Mann zu überwältigen. Im Prozess hatte der Angeklagte die Vorwürfe eingeräumt. Er ist derzeit in einer Psychiatrie untergebracht.

"Stimmen im Kopf"

Im Prozess hatte der Angeklagte erklärt, er habe früher manchmal Stimmen gehört. Sein Erinnerungsvermögen an die Tat habe erst in dem Moment wieder eingesetzt, als er in der Schule auf dem Boden gelegen habe und die Polizei gekommen sei.

Er habe vorher und nachher nie sexuelles Interesse an Kindern gehabt. Der Angeklagte selbst berichtete von Problemen zuhause, vor allem mit seinem Stiefvater. Mit 16 sei er in Großaitingen ins Kinderheim gekommen. Mit einer Ausbildung habe es auch nicht geklappt. Am Tag der Tat habe er unter Drogeneinfluss gestanden.