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Ministerium: Grippe-Impfstoff-Reserven decken Bedarf in Bayern | BR24

© picture alliance/Sven Hoppe/dpa

Markus Söder lässt sich vor Beginn einer Kabinettssitzung von Gesundheitsministerin Melanie Huml gegen die Grippe impfen.

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    Ministerium: Grippe-Impfstoff-Reserven decken Bedarf in Bayern

    Die Reserven an Grippe-Impfstoff decken den Bedarf in Bayern - das teilt das Gesundheitsministerium mit. Dass die Regierung trotz Engpass 550.000 Impfdosen reserviert hat, kritisiert die Ärztekammer. Die Regierung dürfe kein "Impfstofflager" werden.

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    Von
    • Xaver Scheffer

    Die Staatsregierung ist zuversichtlich, dass sie mit ihrer Reserve an Grippe-Impfstoff den Bedarf im Freistaat decken kann. Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums sagte dem BR, die aktuelle Abfrage bei den Ärzten durch die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns gebe Anlass zu dieser Einschätzung. Die Abfrage sei noch bis Mittwoch angesetzt.

    Wann die Auslieferung beginnt, sagte der Ministeriumssprecher nicht. Die genauen Modalitäten seien "derzeit in Abstimmung". Die Verteilung an die Ärzte soll aber über die Apotheken laufen. Das habe man heute vereinbart. Am Wochenende war bekannt geworden, dass Bayern 550.000 Grippe-Impfstoffdosen in Reserve hat. Die Opposition hatte dies angesichts des aktuellen Engpasses, den es seit Wochen gibt, scharf kritisiert.

    Ärztekammer: "Staatsregierung darf kein Impfstofflager werden"

    Auch der Präsident der Bayerischen Ärztekammer, Gerald Quitterer, sagte heute, es könne nicht sein, dass die Bayerische Staatsregierung zum Impfstofflager werde und dass auf diese Weise Grippeimpfstoff nicht in den sonst üblichen Vertrieb gelange. Auch die gesundheitspolitische Sprecherin der Bayern-SPD, Ruth Waldmann, macht die Staatsregierung für den Engpass mitverantwortlich: "Mit dem Kauf von über einer halben Million Grippedosen wurde der Markt leergefegt".

    Das Gesundheitsministerium wies das zurück. Man habe den Impfstoff zusätzlich gekauft, nachdem die Ärzte ihre Bestellung schon getätigt hätten. Auch den Vorwurf Waldmanns, die Impfdosen würden jetzt nur ausgeliefert, weil die Haltbarkeit ablaufe, wies das Ministerium gegenüber dem BR zurück. Der Impfstoff sei "für die komplette Influenza-Impfsaison 2020/2021 verwendbar."

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