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Bayerns Verkehrsminister Hans Reichhart (CSU) macht sich für elektronische Tempolimits auf der A8 stark
© BR / Johannes Hofelich

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Kilian Geiser
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Bayerns Verkehrsminister Hans Reichhart (CSU) macht sich für elektronische Tempolimits auf der A8 stark

Bayerns Verkehrsminister Hans Reichhart setzt sich für dynamische Tempolimits auf der A8 von München über Augsburg bis Ulm ein. Das teilte er im Interview mit der Sendung Bayern 1 Mittags in Schwaben mit. Für den Abschnitt von München-Obermenzing bis Neusäß bei Augsburg gibt es bereits eine Zusage des Bundesverkehrsministeriums für elektronische Tempolimits, bei denen der Verkehr je nach Lage geregelt werden kann.

Berlin entscheidet über elektronische Tempolimits

Verkehrsminister Reichhart macht sich dafür stark, mit dieser Technik auch auf dem Streckenabschnitt über Zusmarshausen und Burgau bis Ulm für mehr Sicherheit zu sorgen. „Mein Ziel und mein Wille ist es, dass wir das durchgehend von Ulm über Augsburg bis München bekommen“, sagte Reichhart im BR-Interview. Reichhart betonte allerdings, die Entscheidungshoheit liege in Berlin. Es seien deshalb noch viele Gespräche nötig. Ein generelles Tempolimit auf der bis 2015 ausgebauten Autobahn A8 lehnt der Verkehrsminister ab.

Minister will Bahnausbau zwischen Ulm und Augsburg in Angriff nehmen

Bahnkunden stellte Reichhart in Aussicht, das „Nadelöhr im Fernverkehr zwischen Ulm und Augsburg“ anzugehen. Für einen Ausbau der Strecke setzt Bayerns neuer Verkehrsminister auf einen intensiven Dialog mit allen Beteiligten. Im BR-Interview erklärte Reichhart, er wolle, dass der Bahnausbau ablaufe wie der Ausbau der A8 – ohne Klagen vor Gericht.

Bauminister Reichhart stört sich an Doughnut-Effekt

Zuständig ist Reichharts Ministerium auch für das Thema Bauen. Mit Blick auf seinen Heimatlandkreis Günzburg erklärte er, er wolle dem Doughnut-Effekt entgegenwirken, bei dem das Leben außerhalb der Ortskerne stattfinde und in der Mitte „vieles nicht mehr so ist, wie wir uns das vorstellen“. Im BR-Interview erklärte Reichhart, das Ziel müsse sein, „Leben in den Ortschaften, in den Ortskernen zu halten und vielleicht auch dorthin zurückzubringen“, anstatt neue Bau- und Gewerbegebiete am Ortsrand auszuweisen.