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Minister Reichhart: Großraum Regensburg bekommt Regio-S-Bahn | BR24

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Der Großraum Regensburg erhält bis zum Jahr 2024 eine Regio-S-Bahn mit Halbstundentakt. Das gabe heute der bayerische Verkehrsminister Hans Reichhart bekannt.

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Minister Reichhart: Großraum Regensburg bekommt Regio-S-Bahn

Der Ballungsraum Regensburg soll bis zum Jahr 2024 eine Regio-S-Bahn mit einem Halbstundentakt zu den Hauptverkehrszeiten erhalten. Das hat Bayerns scheidender Verkehrsminister Hans Reichhart (CSU) am Montag angekündigt.

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Von
  • Uli Scherr

Der Schienennahverkehr im Großraum Regensburg soll verbessert werden. Kommunalpolitiker in der Region fordern schon lange eine S-Bahn. Jetzt soll sie offenbar kommen.

Verkehrsminister Reichardt verspricht Regio-S-Bahn

Der Ballungsraum Regensburg soll bis zum Jahr 2024 eine Regio-S-Bahn mit einem Halbstundentakt zu den Hauptverkehrszeiten erhalten. Das hat Bayerns scheidender Verkehrsminister Hans Reichhart (CSU) am Montag bei einer Besprechung mit ostbayerischen Kommunalpolitikern angekündigt.

Schienennetz soll für Regio-S-Bahn fit gemacht werden

In einem weiteren Ausbauschritt nach 2024 sollen dann Infrastrukturmaßnahmen für die Regio-S-Bahn Regensburg in Angriff genommen werden, sagte Reichhart. Hier gehe es um zusätzliche Haltepunkte, die Reaktivierung aufgegebener Bahnstrecken und die Ertüchtigung der bestehenden, besonders belasteten Hauptverkehrsverbindungen, sagte Reichhart.

Ausweitung bis nach Niederbayern

Von der Regio-S-Bahn soll die mittlere und südliche Oberpfalz, sowie das westliche Niederbayern profitieren. In diesem Großraum leben rund 1,3 Millionen Menschen. Konkret geplant ist die Regio-S-Bahn mit Halbstundentakt demnach auf den Bahnstrecken von Regensburg in die Richtungen Eggmühl-Landshut, Parsberg-Nürnberg, Saal-Ingolstadt, Straubing-Plattling und Schwandorf-Weiden.

Problem: Strecken teilweise noch nicht elektrifiziert

Die Landräte und Bürgermeister aus dieser Region hatten bereits 2018 eine Initiative zur Schaffung einer S-Bahn-Regensburg gestartet. Entsprechend einmütig haben die ostbayerischen Kommunalpolitiker Reichharts Ankündigung einer Regio-S-Bahn begrüßt. Vom zunächst geplanten 30-Minuten-Takt werden allerdings nicht alle Regionen gleichermaßen profitieren können. Wo es noch keine elektrifizierten Bahnstrecken gibt, wie in den Landkreisen Cham oder Amberg-Sulzbach, ist die Taktverdichtung nicht realisierbar.

Kosten des Projekts noch unklar

Wieviel Geld der 30-Minuten-Takt für Regio-S-Bahn kosten wird, konnte Reichhart nicht sagen. Der Minister wird die Umsetzung auch nicht mehr selber begleiten können. Reichhart wird in dieser Woche sein Amt niederlegen, um in die Kommunalpolitik zu wechseln.

Wirtschaft begrüßt bessere Schienenanbindung

Die IHK Regensburg für Oberpfalz und Kelheim begrüßt das Engagement der zwölf Städte und Landkreise im Großraum Regensburg, den Schienenverkehr für den Stadt- und Umlandverkehr S-Bahn-ähnlich auszubauen. Über 80.000 Einwohner aus dem Umland pendelten täglich auf ihrem Weg zur Arbeit nach Regensburg, so die IHK in einer Mitteilung. "Stadt und Umland sind eng miteinander verbunden und dieser Verflechtung muss auch beim Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs Rechnung getragen werden", sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Helmes.

Aus diesem Grund unterstütze die regionale Wirtschaft die gemeinsame Forderung der kommunalen Politik an die bayerische Staatsregierung und die Bayerische Eisenbahngesellschaft, den Großraum Regensburg besser über die Schiene zu vernetzen. Denn: Um für Pendler den Umstieg von der Straße auf die Schiene attraktiv zu gestalten, brauche es vor allem auch eine bessere Taktung im Großraum Regensburg.

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