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Bildrechte: Peter Kneffel / dpa

Die Weltgesundheitsorganisation sieht Omikron als Bedrohung und will, dass jetzt alle Länder an einem Strang ziehen.

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Omikron-Infizierten in Bayern geht es "soweit gut"

Bislang gibt es in Bayern drei bestätigte Fälle der neuen Corona-Variante Omikron. Den Patienten geht es laut Minister Holetschek "soweit gut". Derweil wurden 15 weitere Reiserückkehrer aus Südafrika positiv auf Corona getestet.

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Birgit GrundnerBirgit GrundnerBR24  RedaktionBR24 Redaktion
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Die drei in Bayern bekanntgewordenen Fälle der neuen Coronavirus-Variante Omikron sind nun auch durch eine Genom-Sequenzierung bestätigt. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit am Montag in Erlangen mit. Bereits der zuvor vorgenommene VOC-PCR-Test habe eine variantenspezifische Abgrenzung zu anderen Virusvarianten und damit einen zweifelsfreien Nachweis der neuen, im südlichen Afrika aufgetretenen Variante ergeben, teilte das LGL mit.

Omikron-Infizierte bisher ohne schweren Verlauf

Die drei Omikron-Infizierten in Bayern haben bislang keinen schweren Verlauf, wie Gesundheitsminister Klaus Holetschek in München mitteilte. "Mein jetziger Kenntnisstand ist, dass es ihnen soweit gut geht." Alle Betroffenen waren am Mittwoch (24.11.) bzw. Freitag (26.11.) aus Kapstadt gekommen und am Flughafen München gelandet.

15 weitere Corona-Fälle unter Passagieren

Unterdessen ist vergangene Nacht eine weitere Maschine aus Kapstadt im Erdinger Moos angekommen. Es war zugleich die erste Landung eines Flugzeugs aus Südafrika, seitdem die Einstufung des Landes als Virusvariantengebiet in Kraft getreten ist. An Bord waren 305 Passagiere, die alle Informationen zum weiteren Aufenthalt angeben und einen PCR-Test machen mussten. 15 Fluggäste wurden nach Angaben des Bayerischen Gesundheitsministeriums positiv auf Corona getestet.

Nächste Maschine aus Kapstadt landet am Mittwoch

Geprüft wird nun, ob es sich in diesen Fällen auch um Omikron-Infektionen handelt. Ergebnisse liegen noch nicht vor. Alle positiv Getesteten seien "umgehend in Quarantäne versetzt" und die zuständigen Gesundheitsämter informiert worden. Negativ getestete Passagiere mit Wohnsitz in Deutschland seien auf die Quarantänepflicht hingewiesen worden und hätten unter Auflagen (FFP2-Maske, möglichst kein Massentransportmittel) zu ihrem Wohnort weiterreisen dürfen, so das Ministerium weiter.

Auch am Mittwoch wird wieder eine Maschine aus Kapstadt erwartet. Aktuell wird Südafrika - konkret Kapstadt - nur drei Mal pro Woche von München aus angeflogen. In allen Fällen handelt es sich um Lufthansa-Verbindungen.

Südafrika ist "Virusvariantengebiet"

Seit Sonntag ist das beliebte Winter-Reiseziel Südafrika neben sieben weiteren Ländern der Region als Virusvariantengebiet eingestuft - das bedeutet Testpflicht und zwei Wochen Quarantäne auch für Geimpfte nach der Rückkehr.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die zunächst im Süden Afrikas entdeckte Omikron-Variante als "besorgniserregend" eingestuft. Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC spricht von ernsthaften Sorgen, dass Omikron die Wirksamkeit der Impfstoffe erheblich verringern und das Risiko von Reinfektionen erhöhen könnte. Welche genauen Auswirkungen die Mutante hat, steht noch nicht fest.

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