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Minisatelliten sollen vor Katastrophen warnen | BR24

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Minisatelliten sollen vor Katastrophen warnen

Würzburger Weltraumtechnik ist Weltspitze - das hat Ministerpräsident Horst Seehofer in München betont. Aktuell entwickeln die Forscher am Zentrum für Telematik ein Netzwerk von Minisatelliten, das weltweit für Aufsehen sorgen könnte.

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Gestern stellte der Würzburger Informatiker Klaus Schilling das Projekt den Gästen der Regierungschefkonferenz der Partnerregionen in München vor. Das Zentrum für Telematik koordiniert das Projekt, das von Bayern und den sechs Partnerregionen auf vier Kontinenten realisiert wird.

Komplett neuer Ansatz

Schilling will zeigen, dass Satelliten im Orbit zusammenarbeiten können. Ein komplett neuer Ansatz, denn bisher "sprechen" die Satelliten im Orbit nicht miteinander. Stattdessen werden sie von Bodenstationen aus individuell angesteuert.

"Wir wollen zeigen, dass diese Satelliten sich im Orbit abstimmen können, so dass sie optimal ihre Aufgabe sozusagen selbstkoordiniert voranbringen können." Klaus Schilling, Professor für Robotik und Telematik an der Uni Würzburg

Die Satelliten, teils kleiner als ein Fußball, sollen in Zukunft beispielsweise Umweltverschmutzungen und Katastrophen wie Vulkanausbrüche, Erdbeben oder Waldbrände zeitnah erfassen können. Auch für schnelle Internetverbindungen auf der Erde könnten sie eine wichtige Rolle spielen.

Würzburg spielt in der Weltspitze mit

Seehofer kündigte auf der Konferenz seine volle Unterstützung an. Derartige neue Technologien und die Digitalisierung würden die Zukunft der Menschen mit entscheiden. "Wir liegen nicht in einem Wettbewerb mit irgendeinem Bundesland hier in Deutschland, sondern wir liegen im Wettbewerb mit der Weltspitze. Da müssen wir uns etablieren", so der Ministerpräsident. Weiter sprach er von einer überdurchschnittlichen Kompetenz Bayerns, auf die er weiter aufbauen wolle.