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Miltenberger entwerfen nachhaltiges und regionales MainLandBrot | BR24

© Landratsamt Miltenberg

Landrat Jens Marco Scherf, Innungs-Obermeister und Brot-Sommelier Volker Mayer sowie Arbeitsgruppenleiter Matthias Ullmer (v.r.) mit MainLandBrot

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    Miltenberger entwerfen nachhaltiges und regionales MainLandBrot

    Seit einem Jahr tagt in Miltenberg der Runde Tisch Artenvielfalt. Die Kooperation zwischen Naturschutz und Landwirten hat jetzt ein Ergebnis: das "MainLandBrot" - regional, nachhaltig und nach Kriterien des Artenschutzgesetzes gebacken soll es sein.

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    Seit einem Jahr tagt in Miltenberg der Runde Tisch Artenvielfalt. Seitdem habe sich die Kooperation und Kommunikation zwischen Naturschutz und Landwirten deutlich verbessert, sagt Landrat Jens Marco Scherf. Ein konkretes Ergebnis sei das jetzt entstandene "MainLandBrot" - regional und nachhaltig.

    Zutaten aus der Region und wenig Kontakt mit Pflanzenschutzmitteln

    Es wurde bei der letzten Sitzung bereits verkostet - gebacken wird es ausschließlich nach den Kriterien des Artenschutzgesetzes mit Zutaten aus der Region vom Miltenberger Bäckermeister und Brotsommelier Volker Mayer. Mayer ist Obermeister der Bäckerinnung des Landkreises Miltenberg. Er musste die von einer Arbeitsgruppe unter Leitung von Landwirt Matthias Ullmer entwickelten Vorgaben umsetzen. So darf das Brot nur regionale Zutaten enthalten, die nicht oder möglichst wenig mit Pflanzenschutzmitteln in Kontakt gekommen sind.

    Verwendung von speziellen Getreidesorten

    Es werden etwa spezielle Dinkel- und Roggensorten verwendet, die nicht so ertragsstark sind, aber weitestgehend aufgrund natürlicher Resistenz ohne Pflanzenschutz auskommen. Zusätzlich müssen die liefernden Landwirte Bemühungen um Biodiversität und Artenschutz nachweisen. Laut Pressemitteilung des Landratsamtes sei so ein Brot entstanden, "das konventionell arbeitende Landwirte, Öko-Landwirte, Handwerk, Natur- und Artenschutz zusammenbringt."

    "Brot der kurzen Wege" bald zu kaufen

    Aufgrund der Regionalität sei es ein "Brot der kurzen Wege" und verdeutliche, dass der Artenschutz beim Getreideanbau beachtet werde, heißt es vom Landratsamt weiter. "Denn die Felder, von denen die Zutaten für das MainLandBrot kommen, bieten mit Blühstreifen, Ackerrandstreifen oder ökologischen Vorrangflächen wertvollen Lebensraum und Blütenreichtum für Schmetterlinge, Bienen und andere Insekten". Das Brot soll im Frühsommer öffentlich präsentiert werden und später in den Bäckereien der Region erhältlich sein.