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Die Stadt Füssen fühlt sich von ihrer Bank falsch beraten
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Rupert Waldmüller
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Die Stadt Füssen fühlt sich von ihrer Bank falsch beraten

2,8 Millionen Euro Verlust stehen jetzt schon fest, 5,4 Millionen könnten es wegen noch laufender Verträge am Ende sein. Ab 2005 hatte die Stadt Füssen auf Anraten der Bank Hauck & Aufhäuser so genannte Swap-Geschäfte abgeschlossen, um sich gegen steigende Darlehens-Zinsen abzusichern. Doch weil sich die Zinsen in Zeiten der Nullzinspolitik plötzlich ganz anders entwickelten als erwartet, entstand der Stadt durch die Zinswetten ein Millionenschaden.

Falsch beraten?

Bürgermeister Paul Iacob sagt, die Bank habe den Kämmerer damals falsch beraten und nicht über alle Risiken aufgeklärt. Deshalb fordert die Stadt nun vor Gericht Schadenersatz. Das Bankhaus Hauck & Aufhäuser will sich zu dem laufenden Verfahren nicht äußern.

Viele Städte in Deutschland betroffen

Die Stadt Füssen ist bei Weitem nicht die einzige Kommune, die mit Swap-Geschäften hohe Verluste eingefahren hat. Laut dem Anwalt der Stadt sind hunderte Städte und Gemeinden in Deutschland betroffen – darunter auch etliche in Bayern. Zum Beispiel die Stadt Landsberg am Lech. Auch sie hat das Bankhaus Hauck & Aufhäuser auf Schadenersatz in Millionenhöhe verklagt. Bisher ohne Erfolg.

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Rupert Waldmüller

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B5 Bayern vom 04.12.2018 - 06:08 Uhr