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Die Bauarbeiten rund um Münchberg haben begonnen.
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Die Bauarbeiten rund um Münchberg haben begonnen.

Auf der B289 bei Münchberg im Landkreis Hof haben die Bauarbeiten für den Lückenschluss der Ortsumgehung begonnen. Das teilte das Staatliche Bauamt Bayreuth mit. Bevor die Straße im kommenden Jahr gebaut werden kann, entstehen in diesem Jahr zunächst zwei große Brücken.

Neue Eisenbahnüberführung

Das Staatliche Bauamt errichtet bis Oktober eine Brücke über die Pulschnitz. Die Kosten liegen bei 850.000 Euro. Für 2,6 Millionen Euro baut die Deutsche Bahn eine neue Eisenbahnüberführung über die Bahnstrecke Bayreuth-Hof. Die bestehende Eisenbahnbrücke ist in einem schlechten Zustand und muss dringend erneuert werden.

Kaum Einschränkungen für Autofahrer

Für Autofahrer gibt es während der Bauarbeiten kaum Einschränkungen: Im Bereich der Baustellenzufahrten ist die B289 halbseitig gesperrt und dadurch enger. Außerdem müssen sich Autofahrer auf Baustellenampeln einstellen. Die Bauarbeiten an der Umgehungsstraße sollen 2020 beginnen. Ab 2022 soll die alte Eisenbahnüberführung zurückgebaut werden. Die Kosten für die ganze Baumaßnahme liegen bei 8,6 Millionen Euro.

Entlastung für Münchberg

Die neue Ortsumgehung soll die Innenstadt von Münchberg entlasten. Autos und Lkws sollen in Zukunft nicht mehr durch die Stadt fahren, sondern daran vorbei, so Kurt Schnabel vom Staatlichen Bauamt Bayreuth im Gespräch mit dem Bayerischen Rundfunk.

"Erst durch die Fertigstellung der Südumgehung und den dadurch realisierten Lückenschluss wird das volle Entlastungspotential entfaltet. Das innerstädtische Hauptverkehrswegenetz wird vom Durchgangsverkehr entlastet und die Verkehrssicherheit verbessert." Kurt Schnabel, Staatliches Bauamt Bayreuth

Der Lückenschluss zur Südumgehung Münchberg sei außerdem im aktuellen Bundesverkehrswegeplan im vordringlichen Bedarf enthalten und müsse nun umgesetzt werden. Die Umgehungsstraße schafft die Voraussetzungen für die geplante neue Autobahn-Anschlussstelle an der A9 – die dritte Ausfahrt von Münchberg.

Klage vor Gericht gescheitert

Im Vorfeld der Bauarbeiten hatte eine Anwohnerin gegen die neue Straße geklagt, war aber vor Gericht gescheitert. Sie soll ein Grundstück abtreten und hatte um ihre Existenz als Nebenerwerbs-Landwirtin gefürchtet. Inzwischen seien die Verhandlungen mit der Münchbergerin aber auf einem guten Weg, so Schnabel weiter.

"Die Gespräche zielen auf eine einvernehmliche Regelung ab, die eine Enteignung nicht erforderlich machen. Für die anlaufenden Vorarbeiten zum Straßenbau werden die in Rede stehenden Grundstücke noch nicht in Anspruch genommen." Kurt Schnabel, Staatliches Bauamt Bayreuth