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Millionenklage gegen Süddeutsche Zeitung erneut abgewiesen | BR24

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Süddeutsche Zeitung

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    Millionenklage gegen Süddeutsche Zeitung erneut abgewiesen

    Das Oberlandesgericht Nürnberg hat in zweiter Instanz die Forderung eines Erlanger Unternehmers an die Süddeutsche Zeitung zurückgewiesen. Er hatte 78 Millionen Euro Schadensersatz gefordert, weil ihm durch einen Artikel ein Geschäft geplatzt sei.

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    Von
    • Eleonore Birkenstock

    Der 3. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Nürnberg hat die Berufung der Forderung eines Unternehmers von mehr als 78 Millionen Euro an die Süddeutsche Zeitung zurückgewiesen. Ein ehemaliger Mitgründer der mittlerweile insolventen Solar Millennium AG aus Erlangen hatte auf Schadensersatz von der Süddeutschen Zeitung und zwei ihrer Redakteure geklagt. Seine Begründung: Durch die Veröffentlichung eines Artikels in der Zeitung im Juni 2013 sei ein Geschäft geplatzt und somit ein Schaden von über 78 Millionen Euro entstanden.

    Schadensersatzklage war zurecht unbegründet

    Nach Angaben der Justiz ist in dem Bericht der Süddeutschen Zeitung "Wetten auf den Absturz" unter anderem die Frage aufgeworfen worden, ob der Kläger bei Aktien-Geschäften Insiderwissen zu seinen Gunsten genutzt hatte. Die Richter der Berufungsinstanz sind der Auffassung, dass das Landgericht Nürnberg-Fürth die Schadensersatzklage im März 2020 zu Recht als unbegründet abgewiesen hatte.

    Regeln eingehalten

    Das OLG begründete seine Entscheidung damit, dass es keine Anhaltspunkte dafür gebe, dass die Journalisten in ihrem Artikel rechtswidrig oder pflichtwidrig gehandelt hätten. Die Darstellungen in dem Artikel seien im Wesentlichen zutreffend gewesen. Die Autoren hätten sich an die Regeln zur Verdachtsberichterstattung gehalten.

    Solar-Firma musste Insolvenz anmelden

    Die Solar Millennium AG mit Sitz in Erlangen musste im Jahr 2011 Insolvenz anmelden. Das Unternehmen hatte eigenen Angaben zufolge weltweit in Solarkraftwerke investiert.

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