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Das Wirtschaftsministerium bestätigt: Für den Neubau der Seilbahnen auf den Ochsenkopf gibt es rund doppelt soviel Geld aus München wie gedacht.

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    Mehr Geld für Seilbahnen: Ochsenkopf profitiert als erste Region

    Was Vertreter der Freien Wähler bereits angekündigt haben, ist jetzt offiziell bestätigt: Der Freistaat greift Kommunen bei Neubau und Sanierung von Seilbahnen unter die Arme. Davon profitiert der Ochsenkopf als erste Region in Bayern.

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    Von
    • Thorsten Gütling

    Der Neubau der zwei Seilbahnen auf den Ochsenkopf wird den Landkreis Bayreuth und drei seiner Fichtelgebirgsgemeinden deutlich günstiger kommen als bisher angenommen. Das hat das Wirtschaftsministerium dem BR bestätigt. Zuvor hatten bereits der Landtagsabgeordnete der Freien Wähler (FW) im Fichtelgebirge, Rainer Ludwig, und der Bayreuther Landrat Florian Wiedemann (FW) erklärt, das 26-Millionen-Euro-Projekt werde zu 30 statt nur zu 15 Prozent vom Freistaat gefördert. Für das Projekt am Ochsenkopf bedeutet das einen Zuschuss von rund acht statt vier Millionen Euro.

    Förderoffensive für kommunale Seilbahnen

    Das Wirtschaftsministerium hat das gegenüber dem BR nun nicht nur bestätigt, es hat auch erklärt, dass aufgrund einer zeitlich befristeten Förderoffensive auch für andere Seilbahnprojekte in Bayern bald deutlich mehr Geld fließen könnte. Wie ein Sprecher des Ministeriums sagt, reagiere der Freistaat damit unter anderem auf die Finanzprobleme der Kommunen im Zuge der Corona-Pandemie.

    Höherer Fördersatz bisher nur für gewerbliche Projekte

    Während kommunale Projekte bislang nur zu 15 Prozent gefördert wurden, war der höhere Fördersatz von bis zu 35 Prozent rein gewerblichen Vorhaben vorbehalten. Weil wegen der Pandemie kommunale Seilbahnprojekte nun aber zu scheitern drohten, hätten sich Wirtschafts- und Finanzministerium auf eine vorübergehende Förderung kommunaler Projekte von bis zu 30 Prozent geeinigt.

    "Bei Seilbahnvorhaben, die eine wichtige touristische Infrastruktur darstellen, ist die Beteiligung von Kommunen bisher negativ für den Fördersatz gewesen. Da dies nicht praxis- und vorhabengerecht erscheint, wurde jetzt die befristete Ausnahmemöglichkeit geschaffen. " Ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums

    Ausnahmeregelung gilt bis Ende 2021

    Die Regierung von Oberfranken müsse nun prüfen, welchen Eigenanteil an dem Projekt der Zweckverband aus Landkreis Bayreuth und den Gemeinden Bischofsgrün, Fichtelberg und Warmensteinach leisten kann.

    Weitere kommunale Seilbahnprojekte, die von dem erhöhten Fördersatz profitieren könnten, seien dem Ministerium derzeit nicht bekannt. Die Ausnahmeregelung gelte aber noch bis Ende 2021.

    "Aktuell ist für 2020 lediglich die Kampenwand als weiteres Seilbahnvorhaben in Planung, die als gewerbliches Vorhaben nicht von der Änderung betroffen ist. Die Änderung gilt aber allgemein auch für künftige Seilbahnvorhaben mit Antragstellung bis 31.12.2021 und ist damit nicht auf das Ochsenkopfvorhaben begrenzt." Ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums

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