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Milliardenprojekt Uniklinik: Ministerien genehmigen Ausbau | BR24

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Nach langjähriger Diskussion steht fest: Die Würzburger Uniklinik darf ausgebaut werden. Den ersten Bauabschnitt haben die zuständigen Ministerien genehmigt. Allein die Planung des Milliardenprojekts soll satte fünf Jahre dauern.

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Milliardenprojekt Uniklinik: Ministerien genehmigen Ausbau

Nach langjähriger Diskussion steht fest: Die Würzburger Uniklinik darf ausgebaut werden. Den ersten Bauabschnitt haben die zuständigen Ministerien genehmigt. Die Kosten liegen in Milliardenhöhe.

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Von einem "Meilenstein" ist die Rede. Bayerns Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) spricht gar von einer der "größten Maßnahmen, die der Freistaat im Bereich der Hochschulmedizin jemals in Angriff genommen hat". Die Würzburger Uniklinik darf ausgebaut werden. Das haben das bayerische Wissenschaftsministerium sowie das Finanz- und Bauministerium genehmigt.

Ministerien erlauben zunächst ersten Bauabschnitt

Die Ministerien haben nun zunächst die Genehmigung für den ersten Bauabaschnitt erteilt. Neu gebaut werden soll ein Kopfklinikum und ein Frauen-Mutter-Kind-Zentrum. Zusammen liegen die Gesamtkosten allein für diese beiden ersten Bauabschnitte laut Wissenschaftsministerium insgesamt bei über einer Milliarde Euro. Das Bauprojekt ist laut Sibler wichtig für die "Weiterentwicklung des Klinikums und der medizinischen Versorgung in der Region".

Planungsauftrag soll zeitnah vorliegen

Das Wissenschaftsministerium hat zeitgleich zur Genehmigung das Bauministerium gebeten, den Planungsauftrag zu erteilen. Dieser ist Voraussetzung dafür, dass der Architektenwettbewerb für das Bauprojekt starten kann. Laut Bauministerin Kerstin Schreyer (CSU) kann das Staatliche Bauamt Würzburg nun umgehend den Planungswettbewerb auf den Weg bringen.

Verzögerungen bei Planung des Uniklinik-Ausbaus

Auf den Planungsauftrag des Ministeriums hatte Georg Ertl, der ärztliche Direktor der Uniklinik, seit einiger Zeit gewartet. Bereits im Oktober 2019 hatte der Freistaat Bayern nach langen Verhandlungen zehn Hektar Ackerland von der Stiftung Juliusspital erworben. Dort nahe des Klinikgeländes im Stadtteil Grombühl soll das "Erweiterungsgelände Nord" gebaut werden.

Damals hieß es, dass der Planungsauftrag "zügig" erteilt werden solle. Die Verzögerungen sorgten daraufhin für Irritationen, auch bei der Würzburger CSU-Politikerin Barbara Stamm. In einer Mitteilung des Uniklinikums bedankt sich Ertl nun bei allen Politikern, "die sich für das so dringend erwartete Projekt engagiert hatten".

Gebäude in Würzburg teils marode

Die jetzigen Gebäude der Kopfklinik und der Geburtshilfe sind nicht mehr zeitgemäß und teils marode. Die Kopfklinik stammt aus den 1970er-Jahren und die Geburtshilfe ist laut Klinikleiter Georg Ertl baulich auf dem Stand der 1930er. Die Dauer der Planungsphase für das Milliardenprojekt schätzt der Klinikleiter auf etwa fünf Jahre. Erst dann könne es zu einem ersten Spatenstich kommen. Seit rund 20 Jahren sind Zustand und Zukunft der betreffenden Klinikbereiche bereits in der Diskussion.

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