Zurück zur Startseite
Bayern
Zurück zur Startseite
Bayern

Mietspiegel-Petition der Initiative "Ausspekuliert" gescheitert | BR24

© BR

Das Münchner Bürgerinitiative Ausspekuliert ist mit seiner Petition an den Petitionsausschuss des Bundestages zu einer geänderten Erhebung des Mietspiegels gescheitert. Insgesamt kamen nur knapp 9.000 Unterschriften zusammen – gefordert waren 50.000.

Per Mail sharen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Mietspiegel-Petition der Initiative "Ausspekuliert" gescheitert

Das Münchner Bürgerinitiative Ausspekuliert ist mit seiner Petition an den Petitionsausschuss des Bundestages zu einer geänderten Erhebung des Mietspiegels gescheitert. Insgesamt kamen nur knapp 9.000 Unterschriften zusammen – gefordert waren 50.000.

Per Mail sharen

Konkret forderte die Bürgerinitiative, dass künftig alle Bestandsmieten einer Gemeinde in die Berechnung des Mietspiegels miteinbezogen werden. Aktuell fließen dort nur die Neuvermietungen und Mieterhöhungen der letzten vier Jahre ein. Genau das bemängeln viele Kritiker, denn wenn niedrigere Mieten unberücksichtigt blieben, steige der Mietspiegel ständig. In der Folge verteuerten sich die Mieten überproportional.

"Ausspekuliert": Scheitern als Auftrag zur Aufklärung

Ein Sprecher von "Ausspekuliert" sagte dem Bayerischen Rundfunk, dass die konkrete Bedeutung des Mietspiegels in Bezug auf Mieterhöhungen anscheinend vielen Mietern noch nicht bekannt sei. Insofern sei das Scheitern der Petition ein Auftrag, die Bedeutung des Mietspiegels noch besser hervorzuheben.

Sind Mieter mit Situation auf Wohnungsmarkt zufrieden?

Vertreter des Haus- und Grundbesitzervereins werteten das Ergebnis anders. In einer Stellungnahme heißt es, der überwiegende Teil der Mieter sei mit der Situation auf dem Wohnungsmarkt zufrieden.

Stadt München erstellt "Alternativen Mietspiegel"

Jedoch auch bei der Stadt München ist man überzeugt, dass die derzeitige Berechnung des Mietspiegels nicht die Realität abbildet. Deswegen lässt die Stadt derzeit einen "Alternativen Mietspiegel" erstellen, der zwar rechtlich nicht bindend ist, zu dessen Berechnung aber tatsächlich alle Mieten miteinfließen. Dieser soll dann als Richtwert für die Mieten der städtischen Wohnungsbaugesellschaften herangezogen werden.

Der qualifizierte Mietspiegel

Der sogenannte qualifizierte Mietspiegel muss von den Kommunen alle zwei Jahre erhoben werden. Er gilt als Richtwert für die ortsübliche Vergleichsmiete und damit auch für die gesetzliche Mietpreisbremse.