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Michaela Mogath aus Ebern fotografiert Sternenkinder | BR24

© Frank Müller/BR-Mainfranken

Michaela Mogath aus Ebern ist seit einigen Jahren ehrenamtliche "Sternenkinder-Fotografin". Sie wird gerufen, um Fotos von toten Babys zu machen. Mit ihren Aufnahmen hilft die den Eltern bei der Trauerarbeit.

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Michaela Mogath aus Ebern fotografiert Sternenkinder

Michaela Mogath aus Ebern ist ehrenamtliche "Sternenkinder-Fotografin". Sie wird gerufen, um Fotos von Babys zu machen, die vor, während oder kurz nach der Geburt gestorben sind. Mit ihren Aufnahmen hilft sie den Eltern bei der Trauerarbeit.

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Wenn ein Kind schon vor oder kurz nach der Geburt stirbt, bleiben den Eltern häufig wenig Erinnerungen. Michaela Mogath aus Ebern im Landkreis Haßberge ist seit einigen Jahren ehrenamtliche "Sternenkinder-Fotografin". Ihre Fotos erleichtern das Erinnern an das tote Baby.

Hilfe bei der Trauerarbeit

"Wir können Details einfangen. Wir können uns Zeit für die Eltern und für die Kinder nehmen, was im Krankenhaus-Alltag oft nicht möglich ist", sagt Michaela Mogath über ihre Arbeit als Fotografin.

"Allein das tut den Eltern oft schon gut. Wenn sie dann von uns die Bilder als bleibende Erinnerung erhalten, glaube ich, dass das immens wichtig ist. Ich kann durch die Bilder den Eltern bei ihrer Trauerarbeit helfen." Michaela Mogath, Sternenkinder-Fotografin

Seit 2014 als Fotografin unterwegs

Ihr erstes "Sternenkind" hat Michaela Mogath bereits während ihrer Ausbildung zur Krankenschwester gesehen. Über einen Aufruf bei Facebook hat sie sich 2014 als Fotografin gemeldet. Geschrieben hatte das Posting Kai Gebel. Er hat die Stiftung "Dein Sternenkind" gegründet. Eltern toter oder totgeborener Babys sollten kostenlose Fotos ihrer Kinder erhalten. "Dein Sternenkind" ist Preisträger des Deutschen Engagementpreises.

Schwierige Aufgabe als Fotografin

"Manche Eltern wussten schon vor der Geburt, dass ihr Kind nicht lebensfähig sein wird. Sie können sich ganz anders darauf vorbereiten als die Eltern, deren Kind bei der Geburt plötzlich stirbt", sagt Michaela Mogath. Sie berichtet von Fällen, in denen ihr selbst die Tränen kommen. "Bei den unerwarteten Fällen sind die Eltern meistens wie in Schock-Starre."

Koordinator benachrichtigt Sternenkinder-Team

Die ehrenamtlichen "Sternenkinder-Fotografen" arbeiten zum Beispiel mit Ansprechpartnern in den Krankenhäusern zusammen. Diese Koordinatoren informieren über ein Alarm-System dann die ehrenamtlichen "Sternenkinder-Fotografen" in ihrem Bereich. Ein verfügbarer Fotograf meldet sich daraufhin bei den Eltern und dem betreffenden Krankenhaus.

Tag der Sternenkinder

Der 15. Oktober ist der internationale Tag der Sternenkinder. Dann wird denjenigen Kindern gedacht, die während der Schwangerschaft, während oder kurz nach der Geburt gestorben sind.

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