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Testen sei eine riesige Chance, so der bayerische Kultusminister Michael Piazolo. Jedes Kind und jeder Jugendliche solle sich selbst testen. Die Lehrkräfte würden die Aufsicht führen.

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Piazolo: Corona-Tests sind Eintrittskarten in die Schulen

Für alle Schülerinnen und Schüler im Präsenzunterricht gilt ab Montag: Sie brauchen einen negativen Corona-Test. Für Bayerns Kultusminister Piazolo sind die Tests eine riesige Chance, den Unterricht im Klassenzimmer aufrecht zu erhalten.

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  • BR24 Redaktion

Wenn am Montag die Schule wieder beginnt, heißt das nicht, dass auch alle Schülerinnen und Schüler in die Schule gehen. Je nach Inzidenz und Jahrgangsstufe gelten nämlich verschiedenen Regeln – etwa Distanz- oder Wechselunterricht.

Für alle Schülerinnen und Schüler in Präsenzunterricht gilt neuerdings aber: Sie müssen sich testen lassen - und zwar zweimal pro Woche.

Chance für weiteren Präsenzunterricht

Bayerns Kultusminister Piazolo bezeichnet die Tests bei Schülern und auch Schulpersonal als riesige Chance. Angesichts steigender Infektionszahlen und ansteckenderer Mutationen könnten es die regelmäßigen Testungen ermöglichen, Wechsel- und Präsenzunterricht aufrechtzuerhalten.

"Tests sind Eintrittskarten in die Schulen", so Piazolo. Das Ziel sei weiterhin, so viel Präsenzunterricht wie möglich anzubieten.

Selbsttests zu Hause reichen nicht

Der Staat biete Selbsttests in den Schulen an, weil er für Sicherheit dort zuständig ist, sagte der Minister. Vor Ort sei dies der einfachste, sicherste und zuverlässigste Weg.

Zugleich betonte Piazolo, dass dieses Angebot kein Misstrauen gegenüber den Eltern darstelle. Er sei sicher, dass die meisten es auch zu Hause machen würden, aber nicht alle. Deshalb reichten Selbsttests zu Hause nicht aus. Denn nur wenn alle Schüler getestet sind, könne sichergestellt werden, dass zumindest in diesem Moment keiner in der Klasse sitzt, der das Virus in sich trägt.

Maskenpflicht bleibt bestehen

Die Maskenpflicht in der Schule könne durch das Testkonzept aber nicht so schnell gelockert werden. Sollte das regelmäßige Testen von Schülern und Lehrern gut laufen, sieht Piazolo eher die Chance, auch bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von über 100 weitere Kinder und Jugendliche in die Schulen zu bringen. Konkret nannte er die Klassen 1 bis 3. Lieber mehr Kinder mit Maske als weniger Kinder ohne Maske, sagte Piazolo.

Kein Grund für Angst, sondern für Hoffnung

Die Selbsttests seien einfach, ohne Risiko und ohne Schmerzen durchzuführen. Piazolo verwies auf ein Erklärvideo des Ministeriums zur Vorbereitung auf den Testbeginn am Montag. Eltern könnten mit ihren Kindern außerdem das Testen zu Hause vorher üben, regte der Minister an.

"Magisches Viereck der Sicherheit"

Corona-Tests sind laut Piazolo Teil des Sicherheitsnetzes, das für die nächsten Wochen für die Schulen aufgespannt wird. Er sprach von einem "magischen Viereck der Sicherheit." Dazu gehören neben den Tests Hygienekonzepte mit Maskenpflicht, der Wechsel in den Distanzunterricht bei einer Sieben-Tage-Inzidenz über 100 sowie das Impfen.

Das Kultusministerium hat nach eigenen Angaben bisher 17,6 Millionen Schnelltests an die Landratsämter verschickt. Von dort aus werden sie durch THW und Feuerwehr an die Schulen verteilt. Pro Woche werden nach Schätzung des Ministeriums etwa 4,1 Millionen Tests benötigt, um Schüler und Lehrer zweimal testen zu können.

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Die Selbsttests, die künftig an bayerischen Schulen durchgeführt werden sollen, seien leicht, ohne Risiko und ohne Schmerzen vorzunehmen. Dies sagte Kultusminister Piazolo. Sie seien nicht zu vergleichen mit den Schnelltests, die ein Arzt macht.

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