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Stadtbusfahrer und Klinikumsbeschäftigte streiken in Passau | BR24

© BR/Martin Gruber

Streiks in Passau und Regensburg: Stadtbusfahrer und Beschäftigte des Klinikums Passau sind im Ausstand. Der Gewerkschaft zufolge werden den ganzen Tag keine Stadtbusse fahren.

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Stadtbusfahrer und Klinikumsbeschäftigte streiken in Passau

Die Verdi-Streiks treffen heute auch Passau: Stadtbusfahrer und Beschäftigte des Klinikums sind im Ausstand. Der Gewerkschaft zufolge werden den ganzen Tag keine Stadtbusse fahren. Klinik-Patienten sollen von den Streiks nicht betroffen sein.

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Im Tarifstreit im Öffentlichen Dienst hat die Gewerkschaft Verdi heute auch in Passau zu Warnstreiks aufgerufen. Die Stadtbusse bleiben in den Depots und auch Krankenhausmitarbeiter befinden sich im Ausstand.

Busfahrer streiken den ganzen Tag

Die Busfahrer der Stadtwerke Passau sind von Betriebsbeginn, 4 Uhr, bis morgen früh, 1 Uhr, im Ausstand. Auf dem Betriebshof im Mühlweg findet eine Kundgebung statt.

Die Busfahrer wollen mit den Streiks auf die schlechten Arbeitsbedingungen und Belastungen durch Schichtdienste hinweisen. Da vermutlich viele Pendler wegen des Streiks auf den eigenen Pkw umsteigen, ist in Passau ein erneutes Verkehrschaos zu befürchten. In den letzten Tagen standen Autofahrer wegen einer derzeit durchgeführten Verkehrszählung sowie wegen Unfällen immer wieder längere Zeit im Stau.

Klinikum: Keine Auswirkungen auf die Patientenversorgung

Gestreikt wird auch am Klinikum Passau. Laut Josef Ilsanker von Verdi Niederbayern werden Beschäftigte des nichtärztlichen Dienstes von 6 bis 21 Uhr die Arbeit niederlegen und für höhere Löhne protestieren. Zur Kundgebung um 8 Uhr würden etwa 150 Streikende erwartet. Wegen der hohen Streikbeteiligung sollen zehn der insgesamt 13 OP-Säle nicht in Betrieb sein und 30 Betten unversorgt bleiben. Patienten würden unter der Aktion nicht leiden, heißt es von Seiten des Klinikums. "Jeder bekommt die nötige Hilfe, kein Patient muss Angst haben", so Werkleiter Stefan Nowack. Eine Notdienstvereinbarung garantiere die Versorgung bzw. die Mindestbesetzung der einzelnen Stationen während des Streiks.

Ver.di: Weitere Unterstützung für Klinikbeschäftigte

An der Kundgebung am Klinikum Passau wollen sich laut Verdi unter anderem auch Mitarbeiter der örtlichen Wasserstraßen und Schifffahrtsverwaltung, der Sparkasse Passau, sowie des Rehafachzentums Bad Füssing-Passau beteiligen.

Verdi möchte mit der Aktion erreichen, dass Klinikumsmitarbeiter im nichtärztlichen Bereich besser bezahlt werden. Konkret geht es auch hier unter anderem um 4,8 Prozent mehr Lohn oder mindestens 150 Euro im Monat. Auch Azubis sollen 100 Euro mehr bekommen.

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