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Hotellerie am Tegernsee - zwischen Hoffen und Bangen | BR24

© BR/Dagmar Bohrer-Glas

Am 25. Mai öffnen die Innenbereiche der Restaurants und Wirtschaften, Hoteliers folgen fünf Tage später - zum Teil mit brandneuem Service.

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    Hotellerie am Tegernsee - zwischen Hoffen und Bangen

    Die Lockerungen in der Corona-Krise greifen: Seit Montag haben die Biergärten wieder auf, am 25. Mai öffnen die Innenbereiche der Restaurants und Wirtschaften. Fünf Tage später folgen Hotels - zum Teil mit brandneuem Service.

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    Die Hotellerie darf pünktlich zu den Pfingstferien am 30. Mai wieder öffnen. Viele Hotels und Betriebe in Oberbayern verzeichnen schon Buchungen, wie das Hotel Bachmair Weissach am Tegernsee. "Ich kann nur allen raten, die Urlaub in Deutschland machen wollen, schnell zu buchen, denn es wird voll werden", sagt Hotelier Korbinian Kohler.

    Er spürt Verunsicherung in der Bevölkerung: „Wie wird so ein Urlaub aussehen? Wie wird die politische Lage sein? Was ist erlaubt und was nicht?

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    Routinen über Bord werfen, Hotelaufenthalte neu definieren

    Um sich und den Gästen hier Antworten geben zu können, hat das Team um Korbinian Kohler ein 30-seitiges Sicherheitshandbuch geschrieben. In diesem wird der Aufenthalt und die Wege der Gäste von der Ankunft bis zur Abreise durchgespielt. Ein Frühstücksbuffet ist beispielsweise in Zeiten des Abstands nicht mehr möglich. Deshalb bietet das Hotel mehr Room-Service an.

    "Neue Konzepte können eine Chance für die Branche beinhalten. Der Gast soll seinen Urlaub auf alle Fälle genießen können." Korbinian Kohler, Hotelier

    Urlaub im renovierten Haus für alle

    Das Ressort-Hotel von Korbinian Kohler hat die Zeit des Lock-Downs für umfangreiche Sanierungsmaßnahmen genutzt. Aber das könne sich nicht jeder leisten, so der Hotelier.

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    Alles ist bereit - auch für die kleinsten Gäste

    Angst vor der Pleite

    Kohler befürchtet, dass im Zuge der Corona-Krise viele Betriebe aufgeben müssen. "Das kann man nicht schönreden. Die Situation ist verheerend für viele Unternehmen ", stellt er klar. Sein Unternehmen müsse zwar einen Multi-Millionen Schaden verkraften, aber man werde das stemmen. Für Betriebe, die hingegen gerade renovieren wollten oder gerade renoviert hätten und nun Schulden haben, sieht Kohler pessimistisch in die Zukunft. Deswegen fordert er ein Umdenken in der Politik und mehr Unterstützung für die Branche.

    Keine Gruppenreisen, keine Tagungen

    Ganz so schwarz will Christian Kausch nicht sehen. Der Geschäftsführer der Tegernseer Tal Tourismus GmbH meint, die Stimmung unter den Betrieben am Tegernsee sei "den Umständen entsprechend gut." Generell würden schmerzlich die Tagungsgäste und die Gruppenreisen fehlen. Der Tourismuschef sagt aber auch: "Der Tegernsee hat einen guten Namen." Deshalb blicke er mit Respekt aber zuversichtlich in die Zukunft.

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