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Hohe Waldbrandgefahr in trockenen ostbayerischen Wäldern | BR24

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Die Waldbrandgefahr in Niederbayern und der Oberpfalz ist derzeit deutlich erhöht. Seit Wochen hat es nicht mehr ergiebig geregnet.

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Hohe Waldbrandgefahr in trockenen ostbayerischen Wäldern

Die Waldbrandgefahr in Niederbayern und der Oberpfalz ist derzeit deutlich erhöht. Seit Wochen hat es nicht mehr ergiebig geregnet. Förster sind deshalb besorgt - auch um die Gesundheit der Bäume.

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Die Wälder in Niederbayern und der Oberpfalz brauchen dringend Wasser. Der Frühling sei viel zu warm und regenarm, sagen Förster. Bereits der Winter sei viel zu trocken gewesen, mit Ausnahme des Februars. "Da zehren wir noch daraus, doch das Austrocknen auf der Oberfläche geht relativ schnell durch die Sonneneinstrahlung und durch die Windverhältnisse", erklärt der Amberger Förster Martin Seits besorgt. Der Boden in seinem Wald ist knochentrocken. Das werde schnell zu einem Problem für die Bäume mit flachen Wurzeln, so Seits, beispielsweise für die Fichte.

Bezirksregierungen ordnen Luftbeobachtung an

Die trockenen Böden rufen jetzt auch die Behörden auf den Plan. Die Bezirksregierungen in Niederbayern und der Oberpfalz ließen bereits Beobachtungsflugzeuge starten. Die Piloten fliegen in den Nachmittagsstunden, wenn die Gefährdung am höchsten ist.

Zweithöchste Waldbrand-Gefahrenstufe

In Ostbayern ist teilweise schon die Waldbrandgefahrenstufe vier von fünf erreicht - insbesondere im Raum Regensburg, Schwandorf, Amberg und Neumarkt, aber auch in Teilen des Bayerischen Waldes. Gerade jetzt Mitte der Woche ist die Lage ernst, Richtung Wochenende sieht der Deutsche Wetterdienst eine leichte Entspannung auf Stufe drei von fünf. Spaziergänger sollen auf keinen Fall in den Wäldern rauchen oder gar Feuer machen.

Auch der Bund Naturschutz schlägt Alarm. Sein Wald- und Jagdreferent Ralf Straußberger sieht die zukünftige Waldgeneration in Gefahr. Trockenheit bedeute für die Bäume nicht nur Stress, sondern auch Gefahr durch den Borkenkäfer.

Bund Naturschutz sorgt sich um junge Bäume

Die "Altwälder, durch die wir spazieren gehen", seien in vielen Bereichen wenig vital und würden absterben, berichtet Straußberger. "Auf der anderen Seite bräuchten wir jetzt dringend eine neue Waldgeneration mit den Baumarten Eiche, Tanne, Ahornarten und vielen weiteren heimischen Baumarten, aber die müssen jetzt erst einmal hochkommen."

Die Bäume bräuchten jetzt dringend Regen, so Straußberger - und zwar ergiebigen Landregen.