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Metropolregion Nürnberg: Klimaschutzkonferenz in Bayreuth | BR24

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Die dritte Klimaschutzkonferenz der Metropolregion Nürnberg steht unter dem Motto von Fridays for Future. Es wird zur Umsetzung der Energiewende getagt. Über Konzepte zu nachhaltigem Leben und Wirtschaften in der Region.

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Metropolregion Nürnberg: Klimaschutzkonferenz in Bayreuth

Die dritte Klimaschutzkonferenz der Metropolregion Nürnberg findet an der Universität Bayreuth statt. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen die Energiebilanz und das Klimakonzept der Metropolregion bis zum Jahr 2030.

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Die Erzeugung von Solarstrom lässt sich weiter steigern. Auch können Windkraftanlagen mehr Strom erzeugen als bisher. Davon ist die Klimaschutzkonferenz der Metropolregion Nürnberg überzeugt. Die Konferenz tagt am Donnerstag (13.02.20) zum dritten Mal. Sie trifft sich an der Universität Bayreuth. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen die Energiebilanz und das Klimakonzept der Metropolregion bis zum Jahr 2030.

95 Prozent aus erneuerbaren Energien

Bis 2050 will die Metropolregion Nürnberg ihre Energie zu bis zu 95 Prozent aus erneuerbaren Energien beziehen. Wie das gelingen soll, stellte Nürnbergs Umweltreferent Peter Pluschke auf der Klimaschutzkonferenz in Bayreuth vor. Nötig sei es vor allem, das Potential von Windkraft und Photovoltaik besser zu nutzen.

10-H-Regelung überdenken

Im Laufe der Konferenz fiel eine Forderung immer wieder: Die Bayerische Landesregierung solle ihre 10-H-Regelung überdenken. Denn der hohe Mindestabstand zu Wohnbebauungen mache es fast unmöglich, geeignete Standorte für neue Windräder zu finden. Sabine Jarothe, Amtschefin im Bayerischen Wirtschaftsministerium, bekräftigte jedoch, dass das Ministerium die Regelung nicht abschaffen wolle. Stattdessen möchte man Bürger und Kommunen motivieren, im Konsens eigene Windkraftanlagen zu errichten. Diese wären dann nicht von der 10-H-Regelung betroffen. 300 neue Windräder möchte Wirtschaftsminister Aiwanger so initiieren. Zudem setzt die Landesregierung stark auf Photovoltaik. Bayern sei Sonnenland und das müsse ausgenutzt werden. In diesem Zusammenhang setze sich die Landesregierung momentan auf Bundesebene dafür ein, die Netzte mit mehr Strom aus Photovoltaik zu bespeisen.

Erzeugung von Solarstrom vervierfachen

Der Geschäftsführer des Forums Klimaschutz der Metropolregion, Peter Pluschke, gab dazu die Formel "4+2+1" aus. Das bedeute, dass sich die Erzeugung von Solarstrom um ein Vierfaches steigern lasse. Vor allem, wenn die Dächer von Industrie- und Geschäftsgebäuden verstärkt mit einbezogen würden.

Stromgewinnung aus Windkraft verdoppeln

Verdoppeln ließe sich die Stromgewinnung aus Windkraftanlagen. Beim Biogas solle das bisherige Niveau gehalten werden. Weitere Themenschwerpunkte der Klimschutzkonferenz sind neue Verkehrs- und Mobilitätskonzepte unter anderem für Elektro- und Wasserstoffautos, CO2-neutrales Wohnen sowie Klimaschutz in der Landwirtschaft.

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