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Metall- und Elektroindustrie: Beschäftigungsrückgang befürchtet | BR24

© picture-alliance/dpa

In der oberfränkischen Metall- und Elektroindustrie wird ein starker Beschäftiguungsrückgang befürchtet.

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    Metall- und Elektroindustrie: Beschäftigungsrückgang befürchtet

    Der Bayerische Unternehmensverband Metall und Elektro e.V. rechnet mit einem starken Verlust von Arbeitsplätzen in der Metall- und Elektroindustrie in Oberfranken. Es wird eine Verlängerung der Kurzarbeiterregelung bis Ende 2021 gefordert.

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    Mit einem starken Verlust von Arbeitsplätzen in der Metall- und Elektroindustrie in Oberfranken rechnet der Bayerische Unternehmensverband Metall und Elektro. Das teilte am Mittwoch Thomas Kaeser, der Vorsitzende des Verbandes der bayerischen Arbeitgeber in der Metall- und Elektroindustrie (bayme vbm) Region Oberfranken-West, mit.

    Forderung nach verlängerter Kurzarbeiterregelung

    Kaeser fordert deshalb eine Verlängerung der Kurzarbeiterregelung bis zum Ende des Jahres 2021. Derzeit arbeiten rund 54.000 Beschäftigte in 310 Betrieben der Metall- und Elektroindustrie in Oberfranken. Rund 34 Prozent der Mitgliedsunternehmen würden derzeit über Stellenabbau nachdenken, so Kaeser. Wie viele Arbeitnehmer das betreffen könnte, konnte er nicht beziffern.

    Bessere Aussichten für zweite Jahreshälfte

    Man müsse derzeit von Tag zu Tag und von Woche zu Woche planen, sagte Clemens Dereschkewitz, der Vorsitzende der vbm-Region Oberfranken-Ost, bei der Online-Pressekonferenz. Man wisse nicht, was auf einen zukomme und müsse täglich neue Entscheidungen treffen. Für das zweite Halbjahr erwartet der Verband eine leichte Erholung. Bis das Niveau vor der Corona-Krise wieder erreicht werden könne, würde es aber noch bis ins Jahr 2022 oder 2023 dauern.

    Autoindustrie besonders betroffen

    Besonders betroffen sei auch die Automobil- und deren Zulieferindustrie. Diese seien schon vor der Corona-Pandemie angeschlagen gewesen. Von der Politik forderte Kaeser einen verstärkten Bürokratieabbau und die Verlängerung der Kurzarbeiterregelung, von den Tarifpartnern eine verantwortungsvolle Berücksichtigung der konjunkturellen Situation im Hinblick auf das Auslaufen des Tarifvertrages Ende 2020.

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