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Messerstiche in Rosenheimer Disco: Angeklagter gesteht die Tat | BR24

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Ein 29-jähriger Eritreer hat im März eine 16-Jährige in einer Rosenheimer Disco mit einem Messer verletzt. Seit heute muss er sich vor dem Landgericht Traunstein verantworten.

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Messerstiche in Rosenheimer Disco: Angeklagter gesteht die Tat

Im Prozess um Messerstiche in einer Rosenheimer Disco hat der Angeklagte die Aussage verweigert. Ein Geständnis aber gibt es dennoch. Das ging aus einem Brief des Beschuldigten hervor, den der Vorsitzende Richter am Landgericht Traunstein verlas.

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Jeden Tag denke er nach, warum er das gemacht habe. So steht es in gebrochenem Deutsch in dem Brief, den der Angeklagte an sein Opfer, ein 16-jähriges Mädchen, geschrieben hat – einige Wochen nach der Tat.

Und weiter: Er bitte die Familie um Entschuldigung. Der Vorsitzende Richter wertet das als Geständnis. Persönlich äußert sich der Angeklagte zu Beginn der Verhandlung nicht.

Staatsanwaltschaft: Versuchter Mord wegen gekränkter Mannesehre

Die Staatsanwaltschaft wirft ihm unter anderem versuchten Mord vor. Er habe eine Tat auf niederster Stufe begangen, weil er sich in seiner Mannesehre gekränkt gefühlt habe. Denn das Mädchen, das er in einer Rosenheimer Disco angetanzt habe, habe ihn ignoriert. Daraufhin soll er der 16-Jährigen ein Küchenmesser in die Brust gestochen und sie auch an Hals und Unterlippe verletzt haben.

Der Angeklagte war zur Tatzeit alkoholisiert. In seiner Vernehmung soll er gesagt haben, er denke, sein Kopf funktioniere nicht mehr.

Im Jahr 2014 war der gebürtige Eritreer nach Deutschland gekommen. Zuletzt lebte er in einer Asylunterkunft.

Angeklagter ist älter als angegeben

Zu Beginn des Prozesses wurde klar, dass er nicht 22, sondern bereits 29 Jahre alt ist. Der Verteidiger erklärte, sein Mandant habe sich bei der Einreise jünger gemacht, um eine Schule besuchen zu können.

Zwei Verhandlungstage sind vor dem Traunsteiner Landgericht angesetzt. Ein Urteil könnte am 11. Oktober fallen.