Zurück zur Startseite
Bayern
Zurück zur Startseite
Bayern

Messerstecher-Prozess: Angeklagter entschuldigt sich | BR24

© BR-Studio Franken

Das Landgericht Nürnberg-Fürth

Per Mail sharen
Teilen

    Messerstecher-Prozess: Angeklagter entschuldigt sich

    Der mutmaßliche Messerstecher von Nürnberg hat sich zum Prozessauftakt am Landgericht Nürnberg-Fürth bei den Opfern entschuldigt. Was ihn zu den Angriffen getrieben hat, konnte der Mann aber nicht erklären.

    Per Mail sharen
    Teilen

    Der Mann soll im Dezember 2018 im Nürnberger Stadtteil St. Johannis drei Frauen mit einem Messer angegriffen und schwer verletzt haben. Beim Prozessauftakt vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth hat sich der Angeklagte bei seinen Opfern entschuldigt.

    Mutmaßliche Tatwaffe geklaut

    "Ich möchte mich bei den drei Frauen entschuldigen, es tut mir unheimlich leid", so der Angeklagte. Mit erstickter Stimmte erklärte er weiter, er könne die Tat nicht verstehen. Weitere Angaben machte er nicht. Über seinen Anwalt ließ er die Tat an sich einräumen. Weiter verwies der Verteidiger auf die Videoaufzeichnung einer polizeilichen Vernehmung, die im weiteren Verlauf gezeigt wurde: Darin schilderte der Mann unter Tränen, wie er am Tattag ein Messer in einem Ein-Euro-Shop geklaut und anschließend die drei ihm unbekannten Frauen angegriffen habe.

    Angeklagter bereut Tat

    Er könne sich nicht erklären, wie es dazu gekommen sei, erklärte der Mann in der Aufzeichnung. Die Tat bereue er zutiefst und er sei es den drei Frauen schuldig, diese Aussage zu machen. Seinen Ausführungen zufolge war der damals Obdachlose zunächst in einer Wärmestube am Hauptbahnhof und dann zu Fuß in Nürnberg unterwegs.

    Großaufgebot suchte nach dem Mann

    Der Mann ist wegen diverser Delikte vorbestraft. Die Messer-Attacken im Dezember vergangenen Jahres hatten bundesweit für Schlagzeilen gesorgt. Über Stunden war im Nürnberger Stadtteil St. Johannis ein großes Polizeiaufgebot in im Einsatz. Am Tag nach den Angriffen konnte die Polizei den mutmaßlichen Täter dann fassen. Für den Prozess sind sieben Verhandlungstage angesetzt. Unter anderem sollen Gutachter die psychische Verfassung des Mannes beurteilen.