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Messerattacke in Passau: Überwachungskamera filmte Tat | BR24

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Nach der tödlichen Messerattacke auf einen 33-jährigen Mann in Passau könnten Aufnahmen einer Überwachungskamera den Ermittlern helfen. Wie die Staatsanwaltschaft sagte, hat der mutmaßliche Täter gegenüber der Polizei die Tat gestanden.

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Messerattacke in Passau: Überwachungskamera filmte Tat

Nach der tödlichen Messerattacke auf einen 33-jährigen Mann in Passau könnten Aufnahmen einer Überwachungskamera den Ermittlern helfen. Wie die Staatsanwaltschaft weiter mitteilte, legte der mutmaßliche Täter bei der Polizei ein Geständnis ab.

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Neue Details zur tödlichen Messerattacke in Passau vergangene Woche: Der mutmaßliche Täter, ein 26-jähriger Iraner, war laut Staatsanwaltschaft geständig, als er bei der Polizei aussagte. Wie die Polizei mitteilt, wurde inzwischen gegen ihn Haftbefehl wegen "Mordes aus Heimtücke" erlassen. Er wurde in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.

Wie Oberstaatsanwalt Walter Feiler dem BR sagte, haben die Ermittlungen ergeben, dass das Opfer mit einem einzigen gezielten Messerstich niedergestreckt wurde. Aufnahmen einer Überwachungskamera sollen das Tatgeschehen zeigen.

Der 26-jährige Iraner wird beschuldigt, am Halloween-Abend auf einen Landsmann eingestochen zu haben. Das 33-jährige Opfer verblutete auf offener Straße.

Opfer verblutete auf der Straße

Oberstaatsanwalt Feiler zufolge hatten sich der mutmaßliche Täter und das Opfer vergangenen Donnerstag in der Stadtmitte am Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) verabredet. Hier soll der Tatverdächtige unvermittelt auf den 33-Jährigen eingestochen haben. Der 26-Jährige sei dann geflohen, so die Ermittler. Das Opfer schleppte sich schwerstverletzt über einen halben Kilometer Richtung Innstraße. Zwei Passanten fanden den Mann vor einer Pizzeria. Der 33-Jährige verblutete, obwohl ein Notarzt schnell vor Ort war.

Täter hat sich selbst gestellt

Der Verdächtige, der sich einen Tag nach der Tat bei der Polizei in Wiesbaden stellte, habe angegeben, bei der Tat alkoholisiert gewesen zu sein, sagte Oberstaatsanwalt Feiler. Die Tatwaffe sei inzwischen im Stadtbereich von Passau gefunden worden.

Der 26-jährige Verdächtige und das Opfer, die sich bereits aus dem Iran kannten, trugen wohl seit Jahren einen heftigen Streit aus. Das hätten Zeugen der Staatsanwaltschaft bestätigt. Unmittelbare Zeugen zur Tat gebe es bisher noch nicht.

Opfer lebte seit mehreren Jahren in Passau

Das 33-jährige Opfer lebte seit mehreren Jahren in Passau und arbeitete in der Gastronomie. Der mutmaßliche Täter war erst vor wenigen Monaten nach Deutschland eingereist. Sein Asylantrag sei abgelehnt worden, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Bis Dezember hätte der 26-Jährige Deutschland verlassen müssen. Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei Passau dauern an.